MünsterMusik: Volle Ränge und Standing Ovations
Auftakt der Festwoche zum Ausklang des Jubiläumsjahres
Für den Auftakt der Festwoche wählten das Sinfonieorchester Münster, die Westfälische Schule für Musik und die Musikhochschule Münster ein besonders experimentelles Werk: In Zusammenarbeit mit Regisseur Enrico Stolzenburg konzipierte der Komponist Daniel Ott die Auftragskomposition Außen Stadt innen Räume in drei Teilen exklusiv für die drei jubilierenden Institutionen. Es war die richtige Entscheidung, wie sich beim Festkonzert am vergangenen Sonntag herausstellte: Dirigenten, Musiker, Komponist und Regisseur wurden vom Publikum des voll besetzten Großen Hauses im Theater Münster mit tosendem Beifall und Standing Ovations belohnt. Auch die Kultusministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen des Landes Nordrhein-Westfalen und Oberbürgermeister Markus Lewe lobten den bemerkenswerten Auftakt und betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit der drei Jubilare für Münster und NRW, die es in Zukunft zu institutionalisieren gilt.
Als Erstes erklangen gegen 17 Uhr die Rhythmen der Mitglieder der Trommelschule Badenya Folila vor dem Eingang des Theaters und kündigten den Beginn des Sternenmarsches von insgesamt fünf Gruppen der freien Musikszene Münsters zur Eröffnung des Festkonzertes an. Dieser führte nicht nur circa 200 Musiker und Sänger der Apostelkirchengemeinde, des Gymnasiums Paulinum, des philharmonischen Chores, des Jugendblasorchesters Albachten und der Trommelschule aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen zum Theater, sondern lockte auch zahlreiche Zuschauer an. Ein bunt gemischtes Publikum von Jung bis Alt traf sich am Bühneneingang und lauschte gebannt, wie sich die Darbietungen der einzelnen Ensembles langsam miteinander zu gemeinsamen Klängen verbanden.
Von hier aus ging es für viele Zuschauer direkt weiter zum multidimensionalen Klangparcours, dem zweiten Teil des Festkonzertes. Alle dreizehn Führungen durch die „Katakomben“ des Theaters, bei denen an unterschiedlichen Stationen Alltagsgeräusche erklangen, waren gut besucht. Auch die Ministerin und der Oberbürgermeister ließen es sich nicht nehmen, am Klangparcours teilzunehmen und lauschten gebannt, wie Geräusche von Durchsagen bis Vogelgezwitscher mit den Klängen der Instrumente der Musiker des Sinfonieorchesters, der Westfälischen Schule für Musik und der Musikhochschule Münster verschmolzen.
Beide nahmen auch am dritten Teil des Festkonzerts im Großen Haus teil, der sich unmittelbar an die Führungen anschloss. In ihren Grußworten waren sich die Ministerin und der Oberbürgermeister einig und lobten den bemerkenswerten Auftakt der Festwoche und die Bedeutung der dichten Musikszene für Münster und das Land. Wie ihr Vorredner Markus Lewe, griff auch Isabel Pfeiffer-Poensgen das Thema „Musik-Campus“ auf und erklärte, dass es wegweisend sein könne, einen eigenen Ort für die institutionenübergreifende Zusammenarbeit zu schaffen, der verschiedene musikalische Bedarfe bedient. Als sie mit den Worten „Irgendwann ist genug gesprochen, dann muss es einfach gemacht werden!“, schloss, wurde dies durch einvernehmlichen Beifall aus den voll besetzten Rängen des Großen Hauses begleitet.
Mit dem Festkonzert ist den drei Jubilaren ein bemerkenswerter Auftakt für eine ganze Woche voller musikalischer Highlights gelungen: In den verbleibenden Tagen der Festwoche, von Montag, 11. November, bis Sonntag, 17. November präsentieren das Sinfonieorchester Münster, die Westfälische Schule für Musik und die Musikhochschule Münster täglich mindestens einen musikalischen Glanzpunkt in unterschiedlichen Spielstätten der Stadt.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Festwoche im Zeitraum von Montag, 11. November, 2019 bis einschließlich Donnerstag, 14. November 2019, ist frei.
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