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Meldung vom 03.07.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Opernpremiere im Ekhof-Theater Gotha

Premiere der Oper „La clemenza di Tito“ mit Aco Bišćević und Bruno de Sá

Zu der Premiere der Oper La clemenza di Tito lädt die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach am kommenden Freitag, den 5. Juli 2024 um 19.00 Uhr ins Ekhof-Theater von Schloss Friedenstein Gotha. „Mit Aco Bišćević und Bruno de Sá stehen zwei absolute Weltstars auf der traditionsreichen Bühne des Gothaer Ekhof-Theaters“, freut sich Markus Guggenberger, Dramaturg der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach, dessen Barockorchester bei dieser Opernpremiere spielt.

Es war wohl die historisch verbürgte Milde und die Großzügigkeit des römischen Kaisers Titus Flavius Vespasianus, die den legendären Textdichter Pietro Metastasio dazu bewogen hatte, diese historische Persönlichkeit zur Titelfigur eines Opern-Librettos zu küren. Mit La clemenza di Tito gelang dem einstigen „Poeta Cesareo“ des Wiener Kaiserhofs ein literarischer und theaterdramaturgischer Coup, der vor allem in aristokratischen Kreisen als „Fürstenspiegel“ hohe Popularität genoss.

Vielfache Vertonung des Sujets

Das Libretto sollte sich im Laufe der Musikgeschichte zur Grundlage von über 50 Opern etablieren und inspirierte Komponisten wie Antonio Caldara, Johann Adolph Hasse, Giuseppe Domenico Scarlatti und Wolfgang Amadeus Mozart zu neuen Vertonungen. Christoph Willibald Gluck, der sich 1762 vor allem durch seine Reformoper Orfeo ed Euridice einen Namen gemachte hatte, widmete sich diesem historischen Sujet um Titus Vespasianus bereits zehn Jahre zuvor.

Verschwörung und Intrigen

An Metastasios Vorlage faszinierte Gluck vor allem die philosophische Frage, ob es „gute Menschen“ bzw. eine „gute Herrschaft“ überhaupt geben kann? Kompositorisch sind in „La clemenza di Tito“ schon einige Ansätze der späteren Gluck‘schen „Reform-Opern“ angedeutet; zudem imponieren virtuose Koloraturen und musikalische Kontraste in der Besetzung der Gesangspartien. Für die Rolle des Sesto wurde Gluck von Seiten des Teatro San Carlo Napoli ein wahrer Star der italienischen Oper zur Verfügung gestellt, nämlich der berühmte Kastratensopran Caffarelli.

Ihm schrieb Gluck die berühmte Bravour-Arie „Se mai senti spirarti sul volto“ in die Kehle. Caffarellis überragende gesangliche Leistung trug wesentlich zum Erfolg des Gluck’schen Tito bei. Die Rolle des Sesto übernimmt in der Aufführungsserie im Gothaer Ekhof-Theater der renommierte und international gefeierte Star-Sopranist Bruno de Sá. In der Titelpartie ist Haute-Contre Aco Bišćević zu erleben.

Für die Premiere am Freitag (5. Juli 2024) gibt es noch Karten (www.ticketshop-thueringen.de). Die Samstag-Veranstaltung ist ausverkauft.

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