Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Erstes "Paradisi gloria"-Konzert 2023/24
Münchner Rundfunkorchester mit Charles Koechlins "Les heures persanes"
Eine imaginäre Reise durch Persien hatte der französische Komponist Charles Koechlin im Sinn, als er sich zur Zeit des Ersten Weltkriegs mit einem 16-teiligen Klavierzyklus beschäftigte. Dabei bezieht er sich auf zwei zeitgenössische Reiseberichte und destilliert daraus in Les heures persanes zweieihalb Tage der sinnlichen Erlebnisse, mit Eindrücken von Licht und Dunkel, von Stimmungen, Farben und Bewegung. In der vom Komponisten selbst gefertigten Orchesterfassung kommt der klangliche Detailreichtum noch intensiver zur Geltung – zu hören im ersten "Paradisi gloria"-Konzert 2023/24 des Münchner Rundfunkorchesters am Freitag, 17. November, um 20.00 Uhr in der Herz-Jesu-Kirche München-Neuhausen.
Neue dramaturgische Ausrichtung
Die Konzerte der Reihe "Paradisi gloria" haben in der vergangenen Saison eine neue dramaturgische Ausrichtung erfahren: Geistliche Musik unserer Zeit, wirkungsvoll zum Klingen gebracht im spektakulär modern gestalteten Kirchenraum der Herz-Jesu-Kirche in München-Neuhausen, wird ergänzt durch die Rezitation von korrespondierenden Texten. Somit entsteht ein Gesamtkunstwerk aus geistlicher Musik, sakraler Architektur und zeitgenössischer Literatur. Im Programm "Persische Impressionen" stammen die Texte von Ludwig Steinherr und Fouad EL-Auwad aus Syrien. Die Autoren tragen sie selbst auf Deutsch und Arabisch vor, sowie die Texte
des jeweils anderen in Übersetzung.
Debüt von Dirigent Leo Hussain
Es dirigiert Leo Hussain, der damit sein Debüt beim Münchner Rundfunkorchester gibt. Als Generalmusikdirektor des Landestheaters Salzburg und der Opéra de Rouen sowie als Gast an großen europäischen Opernhäusern hat sich der Brite großes Renommee erworben. Außerdem pflegt er eine große Bandbreite an Werken fürs Konzertpodium und setzt dabei einen Schwerpunkt auf außereuropäische und orientalische Themen und Komponisten.
Einführung um 19.00 Uhr mit Ludwig Steinherr und Fouad EL-Auwad, moderiert von Christopher Mann
Karten: Erhältlich zu 29,- bis 39,- Euro (U30-Tickets für junges Publikum 10,- Euro) bei BRticket über shop.br-ticket.de oder Tel. 0800 / 5900 594 sowie über MünchenTicket, (muenchenticket.de oder Tel. 089 / 54 81 81 81).
Konzerte mit Pianist Emanuel Ax am 16. und 18. April 2026
Mit Mieczysław Weinbergs Burattino und das goldene Schlüsselchen: Orchestersuite Nr. 4 op. 55d und Auszügen aus Sergej Prokofjews Romeo und Julia op. 64 wird Dirigentin Mirga Gražinytė-Tyla in den Konzerten vom 16. bis 18. April erstmalig am Pult der Berliner Philharmoniker stehen. Das Programm wird von John Williams‘ Konzert für Klavier und Orchester ergänzt, mit Emanuel Ax als Solist.
Er wird sein Amt im August 2026 als Nachfolger von Jeremy Bines antreten
Marco Medved hat die Berufung zum neuen Chordirektor der Deutschen Oper Berlin angenommen hat und wird sein Amt im August 2026 als Nachfolger von Jeremy Bines antreten. Der Mailänder Marco Medved genoss am Konservatorium Giuseppe Verdi eine exzellente Ausbildung in Klavier, Komposition, Chor- und Orchesterleitung, die er mit Auszeichnung abschloss. Seither verfügt er nach Leitungspositionen bei den Tiroler Festspielen Erl, beim National Centre for Performing Arts in Peking, den Festspielen Südtirol von Toblach, den Opern in Köln und Bonn und zuletzt am Teatro Petruzzelli in Bari über breit gefächerte Erfahrungen als Chordirektor im Opernbetrieb.
Theatermanagerin Karin Bergmann folgt auf Markus Hinterhäuser
Nachdem Intendant Markus Hinterhäuser nach wochelangem Streit mit dem Festspielkuratorium sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt hatte, übernimmt die Theatermanagerin Karin Bergmann vorläufig bis 2027 die künstlerische Leitung der Salzburger Festspiele. Die 1953 in Recklnghausen geborene Kulturmanagerin ist eine gute Wahl und bringt reichlich Erfahrung mit. Von 20214 bis 2019 leitete sie als erste Frau erfolgreich das Wiener Burgtheater und war als Schauspielchefin der Salzburger Festspiele im Gespräch.
Ältester deutscher Jazz-Preis, zum 46. Mal verliehen
Der gemeinsam vom Land Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk vergebene SWR Jazzpreis geht 2026 an die Pianistin Olga Reznichenko. Die Preisvergabe findet am 31. Oktober 2026 im Rahmen des Festivals Enjoy Jazz im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen statt. In der Jurybegründung heißt es: „Bewegung! Das scheint ein Credo von Olga Reznichenko zu sein. Extrem aktiv und extrem vielseitig gestaltet die Pianistin den Sound des aktuellen Jazz aus Deutschland maßgeblich mit. O.R.T. heißt ihr langjähriges Trio (mit Lorenz Heigenhuber und Maximilian Stadtfeld), man kann sie aber darüber hinaus auch an sehr vielen anderen musikalischen Orten treffen.