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Meldung vom 01.02.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Ernst von Siemens Musikpreis 2023 für Sir George Benjamin

Der Komponist und Dirigent ist eine der zentralen Figuren der zeitgenössischen Musik

Der internationale Ernst von Siemens Musikpreis geht 2023 an den britischen Komponisten und Dirigenten Sir George Benjamin. Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am Freitag, 26. Mai 2023, im Herkulessaal der Münchner Residenz statt. Die mit jeweils 35.000 Euro ausgestatteten Förderpreise erhalten die Kroatin Sara Glojnarić, Alex Paxton aus Großbritannien sowie der US-Amerikaner Eric Wubbels. Daneben fördert die Ernst von Siemens Musikstiftung weltweit Projekte im Bereich Neue Musik in Höhe von insgesamt 3,7 Millionen Euro.

Zentrale Persönlichkeit des aktuellen Musiklebens

Mit George Benjamin zeichnet die Ernst von Siemens Musikstiftung einen der bedeutendsten Künstler der Gegenwart aus, der als Komponist und Dirigent die Neue Musik in den letzten Jahrzehnten entscheidend mitgestaltet hat. Das Kuratorium der Stiftung würdigt mit dem Preis einen Komponisten, der sich nicht von Moden und Strömungen beeindrucken ließ, sondern sich stets treu blieb. Wie kaum einem anderen ist es Benjamin gelungen, die Musik mit traditionellen Mitteln zu erneuern. Seine Werke bringen die zeitgenössische Musik einem breiten Publikum näher und machen ihn dadurch zu einer zentralen Figur des aktuellen Musiklebens. Der Dreiundsechzigjährige hat sich im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung allen Gattungen gewidmet und steht heute auf dem Höhepunkt seines Schaffens.„Benjamins Musik, eine Oase der Schönheit und Wahrheit, ist ein Leuchtturm in der Nacht und ein Grund zur Hoffnung.“ Philippe Albèra

Olivier Messiaens jüngster Student

George Benjamins Talent zeigte sich früh: Geboren 1960, begeisterte er sich bereits als Kind für klassische Musik und begann im Alter von sieben Jahren zu komponieren. Als Sechzehnjähriger ging er ans Pariser Konservatorium und wurde dort Olivier Messiaens jüngster Student. Benjamins erstes Orchesterwerk, Ringed by the Flat Horizon, wurde 1980 bei den BBC Proms gefeiert. Zu seinen wichtigsten Fürsprechern gehörten im Laufe seiner Karriere Komponisten und Interpreten wie Pierre Boulez, Kent Nagano, Pierre-Laurent Aimard sowie Barbara Hannigan, die seine Werke vielfach aufführten.

Produktiver Komponist

Meilensteine in Benjamins Werkverzeichnis sind seit 2006 seine Musiktheaterkompositionen. Er arbeitete bei allen bisherigen Opern mit dem Dramatiker Martin Crimp zusammen: Into the Little Hill (2006), Written on Skin (2012), Lessons in Love and Violence (2018). Die Reinheit von Benjamins musikalischer Sprache steht dabei im Gegensatz zu den oft grausamen literarischen Stoffen. Von dieser Dialektik geht eine besondere Faszination der Musiktheaterstücke aus. Die bisher erfolgreichste Oper, Written on Skin, kam weltweit zu über 100 Aufführungen und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der International Opera Award. Seine vierte Oper in Zusammenarbeit mit Crimp, Picture a day like this, die er gerade vollendet hat, wird 2023 beim Festival d‘Aix-en-Provence im Juli uraufgeführt. Nicht nur als Komponist ist George Benjamin eine Integrationsfigur der Neuen Musik und einer ihrer erfolgreichsten Botschafter, sondern auch als Dirigent. Er dirigierte zahlreiche Uraufführungen, darunter Werke von György Ligeti, Gérard Grisey, Wolfgang Rihm und Unsuk Chin.

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