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Meldung vom 27.01.2023

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Festival "phil intensiv - Schostakowitsch!"

Bremer Philharmoniker widmen sich dem Komponisten vom 5.-7. Februar

Kaum ein Komponist litt unter politischen Restriktionen und Repressionen so sehr wie Dmitrij Schostakowitsch. Unter Stalin befand er sich quasi im kaum zu ertragenden Dauerspagat zwischen künstlerischer Selbstverwirklichung und dem Gulag. Generalmusikdirektor Marko Letonja lenkt mit dem Festival „Phil intensiv – Schostakowitsch!“ den Fokus auf einen von einem diktatorischen Regime unterdrückten Komponisten, stellvertretend für Millionen Menschen, die in Unfreiheit und Krieg leben müssen. So steht das 6. Philharmonische Konzert der Bremer Philharmoniker mit drei verschiedenen Konzertprogrammen und insgesamt sieben Werken von Dmitrij Schostakowitsch vom 5. bis 7. Februar ganz unter dem Motto: Phil intensiv – Schostakowitsch!

Ein Komponist als Spiegel seiner Zeit: Eine „Geheimgeschichte Russlands“ sah der Cellist Mstislaw Rostropowitsch im symphonischen Schaffen von Dmitrij Schostakowitsch, als „apokalyptischen Soundtrack zum 20. Jahrhundert“ bezeichnete der Musikwissenschaftler Gottfried Blumenstein sein Werk. Vom sowjetischen Politbüro einerseits gefeiert, andererseits von Berufsverbot und Haft bedroht, einerseits die ständige Angst vor Repressionen und andererseits der Drang, sich künstlerisch auszuleben – das Leben von Schostakowitsch glich einem gefährlichen Drahtseilakt und war letztendlich eine Gratwanderung, die seine ohnehin schon fragile Gesundheit ruinierte. In diesem Spannungsfeld komponierte er Werke voller Dramatik, Passion und Authentizität. Die Idee, die ungeheuer faszinierende Musik von Schostakowitsch zum Thema des Festivals „Phil intensiv!“ zu machen, stand für Marko Letonja schon lange auf der Wunschliste. Mit Gästen wie Weltstar Annette Dasch, dem Bass Dimitri Ivashchenko, dem Pianisten Dejan Lazić und - aus den Reihen der Bremer Philharmoniker - Trompeter Thomas Ratzek verspricht Letonja eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk eines für ihn „letzten großen Symphonikers“.

05. Febr. 2023 um 11 Uhr

Symphonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Symphonie Nr. 14 für Sopran, Bass, Streichorchester op. 135

Annette Dasch, Sopran

Dimitry Ivashchenko, Bass

06. Febr. 2023 um 19.30 Uhr

Fünf Zwischenspiele aus der Oper „Lady Macbeth von Mzensk“

(Katerina Izmailova) op. 29/114 (a)

Klavierkonzert Nr. 1 c-Moll für Klavier, Trompete und Streichorchester op. 35

Symphonie Nr. 10 e-Moll op. 93

Dejan Lazić, Klavier

Thomas Ratzek, Trompete

07. Febr. 2023 um 19.30 Uhr

Symphonie Nr. 1 f-Moll op. 10

Symphonie Nr. 15 A-Dur op. 141

Bremer Philharmoniker

Marko Letonja, Dirigent.

Weitere Informationen unter www.bremerphilharmoniker.de

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