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Meldung vom 02.09.2022

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Neues Kammermusikfestival in der Schweiz: musicaAndeer

Pianist Sergey Tanin und Moris Wolf veranstalten erstmals das neue Festival

Eine Plattform für junge Musiker und Trouvaillen des Repertoires soll das kulturelle Leben des Schamsertals bereichern. Der in Sibirien geborene Pianist Sergey Tanin und der Zürcher ETH-Doktorand Morris Wolf veranstalten am 17. und 18. September 2022 zum ersten Mal das Kammermusikfestival musicaAndeer. Das Schweizer Bergdorf Andeer, das in der Jahrtausende alten Kulturlandschaft des Schamsertals liegt, ist bisher bekannt für seine Heilquelle, kunstvolle Sgraffito-Fassaden und den grünen Andeerer Granit. Mit dem Kammermusikfestival musicaAndeer soll das Kulturleben der Region zusätzliche Impulse erhalten: «Wir wollen jungen Musikerinnen und Musikern im Dialog mit etablierten Namen der Klassikwelt eine Plattform bieten und dem Publikum ein Repertoire nahebringen, dass uns am Herzen liegt.», sagt Morris Wolf. Dass die Lancierung eines neuen Festivals auch ein gewisses Wagnis darstellt, ist den beiden 27-jährigen Veranstaltern klar: «Noch vor einem Jahr dachten wir, dass es fast unmöglich ist, so etwas neu auf die Beine zu stellen – und nun stehen wir kurz vor der ersten Ausgabe von musicaAndeer. Es ist ein aufregendes Gefühl, eine Idee so plötzlich realisiert zu sehen und internationale Resonanz mit Besuchern nicht nur aus der Region, sondern auch aus den USA, Frankreich oder Österreich zu erleben!», erzählt Sergey Tanin, der vielen aus dem SRF-Dokfilm «Der Pianist, der aus der Kälte kam» bekannt sein dürfte.

Von Barock bis zur zeitgenösssischen Musik

Das Programm des diesjährigen Festivals lebt von der inhaltlichen Breite, die fast 400 Jahre Musikgeschichte umfasst. So spielt die preisgekrönte Blockflötistin Lea Sobbe, begleitet vom Cembalisten Halldór Bjarki, ihr Programm «Moving the Passions» mit barocken Raritäten. Auf dem modernen Flügel hingegen spielt das Konzert der J.S. Bach- und Géza Anda-Wettbewerbs-Preisträgerin Varvara, welche mit Bachs Goldberg-Variationen ein Meisterwerk der Epoche auf dem modernen Flügel interpretieren wird. Die südafrikanische Altistin Freya Apffelstaedt, welche seit letztem Jahr Mitglied des Internationalen Opernstudios der Oper Zürich ist, singt nicht nur Wagners Wesendonck-Lieder, sondern beleuchtet mit Schumanns Frauenliebe und -leben oder den 5 Liedern op. 15 von Richard Strauss auch weniger bekannte Vertonungen der Liebe. Und Sergey Tanin lotet in seinem Programm den Farbenreichtum des Flügels aus, zwischen der Suite in a-Moll des französischen Barockkomponisten Jean-Philippe Rameau, Robert Schumanns Faschingsschwank aus Wien und Noodivihik des zeitgenössischen Innsbrucker Komponisten Thomas Larcher.

Die reformierte Kirche biete neben einer wunderbaren Akustik auch eine durch ihre Größe intime Atmosphäre, die zur Beschäftigung mit der Musik und einem gemeinsamen Konzerterlebnis einlädt. «Die familiäre Festivalstimmung von musicaAndeer bringt Menschen zusammen. Ob Musiker oder Publikum, ob aus der Region oder von weit her, ob jung oder alt – gerade in diesen Zeiten vermag es die Musik als verbindendes Element, Raum für Dialog und Begegnungen zu schaffen.», meint Tanin. Und auch nächstes Jahr wird es mit musicaAndeer weitergehen: Das Festival 2023 ist in Planung und wird die Gedanken der diesjährigen Ausgabe mit zeitgenössischen Akzenten weiterspinnen.

Das Festivalwochenende von musicaAndeer findet am 17. und 18. September 2022 statt, mit zwei Konzerten pro Tag, jeweils um 14:00 und 17:00. Tickets erhältlich über Ticketino zu 40.- und 20.- (ermäßigt, Schüler, Lernende, Studierende). Weitere Details auf www.musicaandeer.ch

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