Gründer der lautten compagney Berlin wird 60
Wolfgang Katschner und sein Ensemble erkunden Musik vergangener Jahrhunderte
Der Gründer und Leiter der lautten compagney Berlin, Wolfgang Katschner, feiert heute seinen 60. Geburtstag. Er studierte klassische Gitarre an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und Laute an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. 1984 gründete er zusammen mit Hans-Werner Apel im damaligen Ostberlin die lautten compagney Berlin, heute eines der führenden und innovativsten deutschen Ensembles der historisch informierten Aufführungspraxis, das von Berlin aus eine ausgedehnte internationale Präsenz mit Aufführungen und Projekten unterhält. Wolfgang Katschner konzipiert und plant die inhaltliche Ausrichtung der lautten compagney, ihre kreativen Arbeitsprozesse und die Einbindung in das historische Repertoire. Dazu gehören umfangreiche Studien- und Konzeptionsarbeiten. Die Ergebnisse dieser komplexen und arbeitsintensiven Beschäftigung sind das Markenzeichen der lautten compagney und machen ihren spezifischen Klang, sowie die große Vielfalt an Programmen und Projekten aus.
Wiederzugänglichmachen vergessener historischer Werke
Die Konzertprogramme – darunter Werke von Heinrich Schütz, Samuel Scheidt, Tomaso Traetta, Leonrado Vinci – , verbinden unterschiedliche historische und musikalische Epochen mit dem Blick der Moderne, um daraus neue Klänge und Dialoge entstehen zu lassen. Diese Konzertprojekte waren jeweils mit Editionen und Aufnahmen verbunden. Das erste Programm dieser Art war „Timeless‟ mit Kompositionen von Tarquinio Merula und Philip Glass, ausgezeichnet mit dem ECHO Klassik 2010.
Dirigate und Gastprofessuren
Neben seiner Tätigkeit mit der lautten compagney arbeitet Wolfgang Katschner
auch erfolgreich als Gastdirigent an deutschen Opernhäusern. So war er 2012–2016 musikalischer Leiter des „Winter in Schwetzingen“. Nach Gastspielen in Bonn (Händels Rinaldo und Giulio Cesare) und Oldenburg (Hasses Siroe) verantwortete er seit 2018 drei Opernproduktionen am Staatstheater Nürnberg: Monteverdis Ulisse” am Ende der Spielzeit 2017/18 und Händels Serse im November 2018, sowie eine vielbeachtete Premiere von Cavallis La Calisto, Ende 2019.In der Spielzeit 2020/2021 wird Wolfgang Katschner an der Semperoper in Dresden Monteverdis L'Orfeo dirigieren.
Verstärkt engagiert sich Wolfgang Katschner zudem in der Ausbildung des künstlerischen Nachwuchses. Er war Gastprofessor an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, beim SingFest in Hongkong, Artist in Residence bei „BarockVokal“ in Mainz, arbeitete 2018 und 2019 mit Sängern an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und leitete im Frühjahr 2020 eine studentische Produktion von Händels Alcina an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Weitere Informationen unter www.lauttencompagney.de
Weitere Meldungen vom 17.02.2021
- [17.02.2021] „Still Alive“
-
Drei Studierende der Weimarer Musikhochschule realisieren Mikro-Kompositionen für MDR KLASSIK
- [17.02.2021] Adrian Diaz Martinez neuer Professor für Horn an der Musikhochschule Lübeck
- [17.02.2021] Gründer der lautten compagney Berlin wird 60
-
Wolfgang Katschner und sein Ensemble erkunden Musik vergangener Jahrhunderte
