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Meldung vom 13.11.2019

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Premiere 100 SONGS im Stadttheater Gießen

Es ist ein Requiem, aber vor allem eine Hymne an das Leben: Roland Schimmelpfennig, einer der meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker der Gegenwart, erzählt in 100 SONGS in Wort und Musik von den Opfern eines Selbstmordattentats. Düster, aber auch humorvoll und leicht deckt das Stück alle Farben des Lebens ab. Premiere ist am 16. November um 19.30 Uhr im Stadttheater Gießen.

„Kennst du das, wenn du das Radio anmachst, und dann läuft da dieser Song, und du musst einfach lächeln?“ Eine Gruppe von Menschen trifft zufällig an einem Bahnhof zusammen: Ganz normale Leute, die an einem ganz normalen Morgen in einen Nahverkehrszug steigen. Unterwegs zu einem Vorstellungsgespräch oder zu einer Beerdigung, frisch verliebt oder in den letzten Zügen einer scheiternden Ehe, und allen schwirrt dazu irgendein Song durch den Kopf. Im Radio läuft Bette Davis Eyes, der Welthit von Kim Carnes aus dem Jahr 1981, als der Zug in Flammen aufgeht. Immer wieder kreist das Stück um die letzten vier Minuten vor der Katastrophe. Es versucht, das Unbegreifliche in Worte zu fassen. Oder eben in Songs. Einhundert Songs.

Regisseur Jan Langenheim legt den Fokus auf die Poesie und die Musikalität des Textes, der selbst komponiert ist wie eine Partitur. Auf der Bühne von Anna Jungheinrich, die als eine Art Zwischenwelt und Erinnerungsraum angelegt ist, lassen zehn Schauspieler ein vielstimmiges Nebeneinander von den kleinen und den großen Geschichten des Lebens entstehen. Von den vielen alltäglichen Banalitäten, die uns beschäftigen, und den großen existentiellen Fragen, die wir uns irgendwann stellen müssen: Haben wir richtig gelebt? Die richtigen Entscheidungen getroffen?

Für den rhythmischen Drive sorgt Thies Mynther, der als Musikalischer Leiter die Playlist aus bekannten Popsongs, Ohrwürmern und einer Eigenkomposition zu atmosphärischen Klangcollagen zusammensetzt. Musik wird als Soundtrack des Lebens gefeiert, die unsere alltägliche Achterbahn der Gefühle begleitet, von Iggy Pop über Deep Purple bis Kati Melua.

Premiere am 16.11.2019 | 19.30 Uhr | Großes Haus

weitere Vorstellungen:

29. November, 27. Dezember 2019; 23. u. 31. Januar, 29. Februar, 14. März 2020 | jeweils 19.30 Uhr

Jan Langenheim (Inszenierung) arbeitet seit 2001 als freier Regisseur und Bühnenbildner. Der gebürtige Göttinger inszeniert Schauspiele und eigene Projekte u.a. in Köln, Konstanz, Jena, Stuttgart, Bochum, Zürich, Aachen, Oberhausen, Kiel, Münster, Linz und Darmstadt. Jan Langenheim ist regelmäßig Lehrbeauftragter und Projektleiter an verschiedenen Hochschulen, u.a. der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Anja Jungheinrich (Bühne und Kostüme), geboren 1970 in Eschwege, lebt seit siebzehn Jahren in Berlin. Sie studierte Kunst und Literatur in Paris, Offenbach und Frankfurt am Main. Seit 2001 ist sie freie Bühnen- und Kostümbildnerin für Oper und Schauspiel. Wichtige Stationen waren seither u.a. das Staatstheater Darmstadt, das Theater Heidelberg, das Theater am Neumarkt in Zürich, das Théatre National de Luxembourg, die Landesbühne Linz, das Theater Bonn, die Staatsoper Hannover, die Sophiensäle Berlin und die Staatsoper Braunschweig. 100 SONGS am Stadttheater Gießen wird ihre 15. Zusammenarbeit mit dem Regisseur Jan Langenheim sein.

Thies Mynther (Musikalische Leitung) lebt in Hamburg und zeitweise in Berlin. Seit 1989 hat er auf über hundert Albumveröffentlichungen als Musiker, Autor und Produzent mitgewirkt. In vielen Bands wirkte er selbst als festes Mitglied mit, z.B. bei Phantom Ghost, Stella und Superpunk, arbeitete mit Miss Kittin, Chicks On Speed und Dillon und hat dabei weit über tausend Konzerte bestritten. Durch die Auseinandersetzung mit elektronischer Clubmusik fand er Interesse an anderen Tonsprachen, verlor dabei aber nie das Interesse an der Verbindung von Musik und Text. Er war seit 2004 gelegentlich auch als Filmmusiker/-komponist und Sounddesigner tätig. 2009 wandte er sich dem Theater zu. 2014 erschien im Rahmen von Retrospectres ein von ihm ausgearbeitetes Notenbuch mit 22 ausgewählten Kompositionen der Gruppe bei der Galerie Buchholz. 2016 erarbeitete und produzierte er im Rahmen des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel das Stück I know it when I see it eine musiktheatrale Auseinandersetzung mit Pornographie anhand der Biographie von Georgina Spelvin. 2017 arbeitete er in Regensburg mit Mia Constantine und Josua Rösing, intensivierte die Zusammenarbeit mit Showcase Beat Le Mot und gründete mit Sandra Trostel die Produktionsfirma Fairy Bot, die sich crossmedialen, transgressiven Erzählformen verschrieben hat. Am Stadttheater Gießen übernahm er Komposition, Songtexte, Musikalische Einstudierung und Sounddesign für Panikherz in der Spielzeit 2018/19.

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