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Aktuelle Meldung vom 08.10.19

Komponist Thomas Larcher erhält den Großen Österreichischen Staatspreis 2019

Am 10. Oktober wird der Komponist und Pianist Thomas Larcher mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Er erhält damit innerhalb kurzer Zeit den dritten bedeutenden internationalen Preis nach dem Prix de Composition Musicale in Monaco 2018 und dem Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien 2018.

Der mit 30.000 € dotierte Große Österreichische Staatspreis ist die höchste Kulturauszeichnung Österreichs. In der Begründung nennt Österreichs Kulturminister Alexander Schallenberg Larcher einen „Grenzgänger der Musik, der eine spezifisch eigene Klangfarbe entwickelt hat“. Der Kultursenat führt weiter aus: „Seine Musik bewegt sich auf gefährlichen Routen zwischen gesicherter und ungesicherter Tonalität bis hin zu rein geräuschhaften Flächen. Larcher hat seine eigene Klangwelt und Handschrift entwickelt. Er lässt sich keinerlei gängigen Trends unterordnen. Sein Umgang mit den vielfältigen Möglichkeiten eines großen Orchesters ist virtuos.“

Der Preis wird einmal jährlich einem Künstler für hervorragende Leistungen verliehen. Er wurde 1950 geschaffen und wird auf Vorschlag des Österreichischen Kultursenats ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, bildende Kunst und Architektur für ein künstlerisches Lebenswerk vergeben. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen Ingeborg Bachmann, Friedrich Cerha, HK Gruber, Peter Handke, Georg Friedrich Haas, Ernst Krenek, György Ligeti und Olga Neuwirth.

Thomas Larcher gilt als eine der bedeutendsten und interessantesten Stimmen unter den zeitgenössischen Komponisten. Beim diesjährigen Aldeburgh Festival (GB) war er Artist in Residence. Das Festival realisierte neben der Uraufführung von Movement for solo piano auch die britischen Erstaufführungen der bei den Bregenzer Festspielen 2018 uraufgeführten Oper Das Jagdgewehr. In der vergangenen Saison kamen zahlreiche seiner von der Kritik hochgelobten Werke zur Aufführung, als amerikanische Erstaufführung seine Symphonie Nr.2 Kenotaph durch die New York Philharmonic und die UK-Premiere von Chiasma für Orchester durch das BBC Symphony Orchestra.

Der Composer in Residence der Bregenzer Festspielen 2018 ist in der Spielzeit 2019/2020 als Composer in Residence im Het Concertgebouw, Amsterdam eingeladen. Für Amsterdam erarbeitet Thomas Larcher zwei neue Werke: Eines für das Ensemble für zeitgenössische Musik ASKO|Schönberg, für das der Österreicher mit der holländischen Fotografin Awoiska van der Molen zusammen arbeitet, sowie die Symphonie Nr. 3, die das Radio Filharmonisch Orkest unter Hannu Lintu beim Mahler Festival in Amsterdam im Mai 2020 uraufführen wird.

Werkaufträge erhielt er in den letzten Jahren u.a. vom Gewandhaus Leipzig, Lucerne Festival, dem Southbank Centre London, der Wigmore Hall London, der BBC und den BBC Proms. Er schreibt für internationale Orchester wie das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, die Wiener Philharmoniker, das San Francisco Symphony Orchestra und das BBC Symphony Orchestra. Außerdem arbeitet er mit renommierten Ensembles, Solisten und Dirigenten, darunter das Artemis und das Belcea Quartett, Leif Ove Andsnes, Isabelle Faust, Martin Fröst, Matthias Goerne, Viktoria Mullova, Christian Tetzlaff, Jean Guihen Queyras, Mariss Jansons, Semyon Bychkov, Andris Nelsons, Sakari Oramo, Christoph Eschenbach, Hannu Lintu und Edward Gardner zusammen.

 

Empfehlung vom Oktober 2015

CD der Woche am 19.10.2015

H.I.F. Biber • Gg. Muffat

BIS 2 CD/SACD stereo/surround 2096

Bestellen bei jpc

Heinrich Ignaz Franz Biber, der zunächst in Kremsier, dann auch in Salzburg tätig war, galt als einer der hervorragendsten Geiger seiner Zeit. Sein Zyklus Rosenkranz-Sonaten (auch „Mysterium-Sonaten“ genannt) gehört zu den originellsten und eigenwilligsten Werken des Violin-Repertoires. Nicht nur, weil Biber in den einzelnen Sonaten („Fünfzehn Mysterien“) eine ungemein ausdrucksstarke musikalische „Illustration“ zur Lebens- und Leidensgeschichte von Maria und Jesus liefert, sondern weil er in jeder Sonate eine individuelle Skordatur, das heißt, eine spezifische Stimmung der vier Geigensaiten vorschreibt. [...]

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