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CD-Besprechung

Ars Musici AM 1265-2

1 CD • 55min • 1999

01.10.2000

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 6
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Von den drei Komponisten ist Puccini der bekannteste, aber selbst dessen Requiem ist meist nur Kennern bekannt. Zur Massenwirkung fehlt es dem sehr intimen Werk an Masse: 57 Takte, knapp sechs Minuten Musik, die eher verhalten tönt (bemerkenswert aber nicht nur das Bratschen-Solo, das hier von Sebastian Wohlfarth intensiv intoniert wird).

Auf der respektablen Einspielung der Camerata Vocale Freiburg markiert dieses kurze Requiem nur den Schlußpunkt. Wesentlich mehr Raum nimmt die Messa di Requiem des zeitweiligen Puccini-Gegners Ildebrando Pizzetti ein: eine späte Huldigung an die frühe Polyphonie. Im wirkungsvollen Klangrahmen der Wallfahrtskirche Oberried kommt diese Komposition ebenso zur Geltung wie das sehr subjektiv eingefärbte Requiem des Briten Herbert Howell. Das Werk ist ebenso komplex wie (auf vertrackte Weise) konservativ und dadurch fast zeitlos und fordert doch Respekt. Zumal die Camerata Vocale Freiburg unter Winfried Toll das sechssätzige Requiem mit großem Ernst und viel Einfühlungsvermögen interpretiert.

Rainer Wagner [01.10.2000]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Ildebrando Pizzetti
1Messa di Requiem (1922)
Herbert Howells
2Requiem (1936)
Giacomo Puccini
3Requiem für Chor, Viola solo und Orgel (1905)

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