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CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video

Besprechungen der letzten 30 Tage

Christoph Croisé

The Solo Album

Avie AV2466

1 CD • 71min • 2020

21.09.20218 8 8

Die neueste CD-Veröffentlichung des jungen Cellisten Christoph Croisé ist mit „The Solo Album“ betitelt, was einerseits Kontinuität zu ihrer Vorgängerin („The Russian Album“) herstellt, andererseits widerspiegelt, dass Croisé diesmal ausschließlich Musik für Violoncello allein eingespielt hat. Das Programm könnte man als zweigeteilt ansehen: zwei ungarischen Solosonaten – Kodály und Ligeti, also (mittlerweile) Klassiker des Repertoires – werden Stücke zeitgenössischer Cellisten gegenübergestellt, die stilistisch eher im Bereich Crossover zu verorten sind, unter anderem auch eine Eigenkomposition Croisés.

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Andrea Gabrieli

Motets, Psalms & Organ Works

cpo 555 291-2

1 CD • 69min • 2018

20.09.20219 9 9

Der Neffe ist bekannter als der Onkel: Andrea Gabrieli (1532-1585) ist der Lehrer seines viel berühmteren Neffen Giovanni Gabrieli gewesen, stand zeitweise in bayerischen Diensten gemeinsam mit Orlando di Lasso und verbrachte ansonsten sein ganzes Leben in Venedig, wo er seit 1566 bis zu seinem Tode Erster Organist an San Marco war und dabei sehr viel komponierte: 7 Messen, ca. 120 geistliche Werke zu 4-12 Stimmen, 184 Madrigale zu 3-12 Stimmen sowie 46 Instrumentalstücke sind erhalten. Die vorliegende CD bringt einen Querschnitt durch die Motettenvielfalt, dazwischen gestreut sind Orgel-Werke.

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Lost Times

Boulanger • Franck • Saint-Saëns • Debussy

CAvi-music 8553037

1 CD • 60min • 2019

17.09.20219 10 9

„Lost Times“ lautet der Titel des neuen Albums des jungen Fagottisten Theo Plath gemeinsam mit dem gleichaltrigen Aris Alexander Blettenberg am Klavier, und dies ist in doppelter Hinsicht zu verstehen: einmal geht es um die „verlorenen Zeiten“ der (französischen) Spätromantik und des Impressionismus mit Werken, in denen Rückschau, Erinnerung eine Rolle spielen mögen, andererseits ist diese Epoche auch eine „verlorene“ Zeit für das Fagott als Soloinstrument, denn viel Originalliteratur gibt es hier nicht – die wichtigsten (französischen) Beiträge sind wohl die Sonaten von Saint-Saëns und Koechlin.

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Felix Draeseke

String Quartets Vol. 2

cpo 555 350-2

1 CD • 59min • 2019

16.09.202110 10 10

Es ist nicht zuletzt dem cpo-Poduzenten Burkhard Schmilgun zu verdanken, dass das Werk des Spätromantikers Felix Draeseke (1835-1913) durch höchstrangige Aufnahmen der Vergessenheit entrissen wurde. Nach der Einspielung der vier Symphonien ist dies nun bereits die dritte CD mit Kammermusik des Labels. Der Komponist war zwar bis in die 1920er Jahre ein vielgespielter und hochgeachteter Vertreter der Neudeutschen Schule, kam aber sicher nicht nur wegen seiner anti-modernistischen Haltung – deutlich in der Streitschrift „Die Konfusion in der Musik“ (1906) als Antwort auf Strauss‘ Salome – schlagartig aus der Mode.

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Nicht Ganz Allein – Far From Allone

Music for Viola solo

Prospero PROSP0027

1 CD • 58min • 2020,2021

15.09.20219 10 9

Ursula Sarnthein, Violaspielerin beim Trio Oreade, ist auf ihrer neuen CD auf dem Label Prospero nicht allein. Denn sie tritt mit ihrer „Gibson‟-Stradivari aus dem Jahr 1734 auf, die hier wie eine kraftvolle Gesangsstimme klingt – und dazu mit einem reichen Schatz an Musik, der aus vielen kulturellen Kontexten kommend das unbegleitete Streichinstrument emanzipiert. Oft wirkt es als ausdrucksstarke, solistische Stimme, manchmal auch als kleines Orchester und zuweilen sogar wie eine wirbelnde Folkband, die hier auf einem einzigen Griffbrett in Aktion tritt.

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Meyerbeer:Vocal

Vokale Kammermusik und Sakralmusik für Solostimmen

Antes BM149010

2 CD • 1h 59min • 2021

14.09.20218 8 9

In ihrem fünften dem Vokalschaffen Giacomo Meyerbeers gewidmeten Album (dem dritten in der Antes Edition) kann die Sopranistin Andrea Chudak wieder mit zahlreichen Entdeckungen verschollen geglaubter Kompositionen aufwarten, die sie in Zusammenarbeit mit Forschern aus Deutschland, Großbritannien, den USA und Israel ans Licht brachte. Von den 38 Titeln dieser Kassette sind 22 als Weltersteinspielungen deklariert, 11 als Ersteinspielungen in der Originalbesetzung und 2 als Ersteinspielungen in der Originalsprache. Wieder wird ein halbes Jahrhundert aus Meyerbeers Schaffen umrissen, von der 1809 entstandenen Fuga in D-Dur, einer Schülerarbeit, bis zum Lied Mirza-Schaffy an Suleika, das 1860 anläßlich der Errichtung eines Weber-Denkmals in Dresden geschrieben wurde.

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Georg Philipp Telemann

Liebe, was ist schöner als die Liebe

cpo 555 300-2

1 CD • 76min • 2019

13.09.20219 9 9

Dass unter den mehr als eineinhalbtausend Kantaten von Georg Philipp Telemann auch weltliche Kantaten sind, weiß man. Dass darunter auch Hochzeitskantaten sind, weiß man auch. Dass sie aber teilweise sehr direkt und deftig die Freuden oder auch Schmerzen der Liebe deutlich benennen, hört man auf dieser CD aus der verdienstvollen Reihe des Labels cpo mit großem Vergnügen. Das ausführliche Booklet (Eric F. Fiedler), das die gesungenen Texte in seinen Text einfügt, spricht etwas untertreibend von Telemanns „schelmischem Sinn für Humor“.

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Eugène Walckiers

String Quintets No. 2 & 4

Es-Dur ES 2084

1 CD • 52min • 2020

10.09.202110 10 10

Wer – außer vieleicht ein paar Flötisten – hat je den Namen Eugéne Walckiers (1793-1866) gehört? Dieser aus Nordostfrankreich stammende Komponist war – darin vom berühmten Jules Tulou ausgebildet – Solo-Flötist der Pariser Oper und studierte beim Freund und Bonner Orchesterkollegen Beethovens, Anton Reicha, Komposition. Dadurch wurde er zum Kommilitonen von Berühmtheiten wie Liszt, Berlioz, Gounod und César Franck. Auf der Suche nach Streichquintetten mit Kontrabass stieß das fabergé-Quintett auf zwei sehr reizvolle Werke des Unbekannten und spielte sie virtuos, klangsinnlich und schwungvoll beim NDR ein.

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Charles Ives

Piano Sonata No. 1

BIS 2409

1 CD/SACD stereo/surround • 61min • 2019

09.09.20219 10 9

Die zweite Klaviersonate Concord, Mass., 1840–60 von Charles Ives (1874-1954) gehört – zusammen mit seinen dazugehörigen Essays Before a Sonata – heute zur kulturgeschichtlichen DNA der Vereinigten Staaten. Obwohl wegen ihrer – nicht nur technisch – haarsträubenden Schwierigkeiten gefürchtet, wird das Werk mittlerweile auf der ganzen Welt sogar von Pianisten gespielt, die keineswegs auf modernes Repertoire spezialisiert sind. Verglichen damit, hört man die nicht minder anspruchsvolle erste Sonate (1901-10) vom Ausmaß der Hammerklaviersonate deutlich seltener – völlig zu Unrecht!

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The Roots & The flower

Counterpoint in Bloom
Schumann OPUS 56 & 60

OUR Recordings 6.220675

1 CD • 63min • 2020

08.09.202110 10 9

Am 15. August dieses Jahres beging Jens E. Christensen, Titularorganist der Kopenhagener Vor Frelsers Kirke – auf deutsch Erlöserkirche – seinen 75. Geburtstag und gab kurz zuvor sein Organistenamt nach 32-jähriger Tätigkeit auf. Christensen gehört zu den renommiertesten dänischen Organisten. Er ist Professor für Orgel an der Königlichen Musikhochschule in Kopenhagen. Konzertreisen führten ihn an Spieltische in ganz Europa, wobei Nôtre Dame in Paris als „Ritterschlag“ gelten darf. Sein Abschiedskonzert umfasste die eher selten aufgenommenen opp. 56 und 60 von Robert Schumann, die er am heimatlichen Instrument (IV/59) einspielte

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Stolen Music

Debussy • Ravel • Dukas • Schönberg
Linos Piano Trio

CAvi-music 8553035

1 CD • 65min • 2021

07.09.202110 9 10

Der Titel „Stolen Music“ der aktuellen CD des Linos Piano Trios ist vielleicht ein wenig irritierend. Man ist versucht, direkt an den dunkelsten Teil der deutschen Geschichte zu denken, an gestohlene Kompositionen ähnlich der zahlreichen Beispiele von geraubter Bildender Kunst. Hinter dem Titel steckt jedoch etwas ganz anderes, sehr Spannendes: Bei den Werken von Claude Debussy, Paul Dukas, Arnold Schönberg und Maurice Ravel handelt es sich um Kompositionen, die für andere (in der Regel größere Besetzungen) geschrieben wurden und das Linos Piano Trio sich nun auf seiner neuen CD zu eigen gemacht hat.

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Boris Papandopulo

Works for Piano & Strings

cpo 555 106-2

1 CD • 78min • 2016

06.09.20218 8 9

Boris Papandopulo (1906–1991), eine der markantesten Figuren der kroatischen Musik seiner Generation, war ein enorm produktiver und vielseitiger Komponist, der mehrere Hundert Werke (ein großer Teil davon mehrsätzig!) geschrieben und dabei eine ausgesprochen breite stilistische Palette abgedeckt hat. Während sein Schaffen, speziell die Werke für und mit Chor, auf jugoslawischen Schallplatten und später einigen kroatischen CDs überblickshaft recht gut dokumentiert ist, ist es außerhalb des ehemaligen Jugoslawiens vor allem das Label cpo, das sich in den letzten Jahren für seine Musik eingesetzt hat.

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Ciaccona

Bach • Gerhard • Holliger • Pauset

BIS 2525

1 CD/SACD stereo/surround • 85min • 2020

03.09.20219 10 9

Den russischen Geiger Ilya Gringolts hat der Rezensent live bislang nur mit zeitgenössischen Werken gehört, und fand dies wirklich jedes Mal derart faszinierend, dass er ihn mittlerweile zu den bedeutendsten Vertretern seines Fachs überhaupt rechnet. Natürlich hat Gringolts schon im jugendlichen Alter internationale Preise erspielt, studierte dann u.a. drei Jahre bei Itzhak Perlman. Auffallend ist jedoch, dass Gringolts auch mit unbekannterem Repertoire und „Neuer Musik“ zu reüssieren versteht, auf CD mit einer Einspielung von Locatelli-Violinkonzerten sein Interesse für historische Aufführungspraxis demonstriert hat.

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Brahms

Clarinet Sonatas op. 120
Flute and Piano Versions

Naxos 8.574291

1 CD • 71min • 2020

02.09.20219 9 9

„Was sollen wir armen Flötisten bloß machen? Kein Hochromantiker hatte unser Instrument wirklich lieb.“ Diese Klage ist durchaus berechtigt, denn tatsächlich klafft zwischen Franz Schuberts Variationen über Trockne Blumen gerade im deutschen Repertoire eine empfindliche Lücke, die auch Carl Reinecke mit seiner singulären Undine-Sonate nicht wirklich schließen konnte. Wer etwas Romantisches benötigt, ist somit gezwungen, auf die Hexereien eines Giuseppe Gariboldi, Jule Demersseman, Jean-Louis Tulou oder Theobald Böhm zurückzugreifen oder sich Werke für andere Instrumente selbst zu bearbeiten.

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A New Path

Haydn • Beethoven • Prokofiev
Gabiz Reichert Piano

Ars Produktion ARS 38 311

1 CD/SACD stereo/surround • 58min • 2020

01.09.20218 9 8

Wenn ein Pianist seine Debüt-CD mit „Neue Wege“ betitelt, macht er uns nicht nur neugierig, er weckt auch (vielleicht zu hohe) Erwartungen – zumindest bei mir. Wie also sind diese neuen Wege beschaffen, mit denen sich der junge Pianist Gabiz Reichert der Öffentlichkeit vorstellt? Die Werkauswahl wirkt mit drei Sonaten von Haydn, Mozart und Prokofiev erstmal unspektakulär. Betreffen also die neuen Wege den jeweiligen kompositorischen Prozess oder gar den interpretatorischen Ansatz des Künstlers?

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Kalevi Aho

Solo

BIS 2446

1 CD/SACD stereo/surround • 78min • 2018, 2020, 2010, 2019, 2015, 2011

31.08.202110 10 10

Kalevi Aho, Jahrgang 1949, ist einer der bemerkenswertesten und produktivsten Sinfoniker unserer Zeit, und natürlich sind es insbesondere seine Orchesterwerke, die ihn in den letzten Jahrzehnten bekannt gemacht haben, darunter mittlerweile 17 Sinfonien und 35 Konzerte für alle Orchesterinstrumente (und nicht nur diese). Ahos Schaffen ist aber tatsächlich noch deutlich vielfältiger, und was die Besetzung anbelangt, nimmt die vorliegende neue BIS-SACD gewissermaßen die entgegengesetzte Position ein: versammelt sind hier ausschließlich Werke für ein einzelnes Instrument

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Franz Anton Dimler

Three Clarinet Concertos

cpo 555 209-2

1 CD • 67min • 2018

30.08.20216 9 9

Der aus einer Musikerfamilie stammende Franz Anton Dimler (1753-1827) begann seine musikalische Laufbahn als Hornist der Hofkapelle Mannheim. Nach der Verlegung des Hofes des pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor nach München wurde er nach der Neuformierung des Orchesters dort als Kontrabassist eingestellt. Neben seiner Vielseitigkeit als Instrumentalist hatte Dimler Komposition bei Abbé Vogler studiert und war seinerzeit als Komponist von Instrumental- und Bühnenmusik gleichermaßen erfolgreich.

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Beethoven

Coriolan Overture • Eroica

CAvi-music 8553487

1 CD • 60min • 2020, 2019

29.08.20217 7 7

Die Aufnahmen von Arthur Schoonderwoerd mit seinem Ensemble Christofori sind ein musikologisches Dauer-Experiment: Ihn geht es weniger um Tempo, Akzentuierung, Phrasierung oder die Architektur – sondern um Klang. Nämlich um den Klang, der entsteht, wenn die Werke mit der Anzahl von Musikern gespielt werden, die den Komponisten damals zur Verfügung stand. Beethovens Eroica ist im Palais Lobkowitz uraufgeführt worden, in einem Saal mit ca. 115 qm Fläche, in den – so Schoonderwoerd – nur 24 Musiker passten und ähnlich wenige Zuhörer.

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Orgelpunkt

Eckhard Manz

MDG 951 2226-6

1 CD/SACD • 76min • 2021

28.08.202110 10 10

„Der Weltraum. Unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das […] in Galaxien vordringt, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“ Ein bisschen so verhält es sich auch mit der Kasseler Kirche St. Martin. Auch hier werden neue Welten entdeckt, insbesondere neue Klangwelten. Die Kirchenmusik hat hier immer schon eine besondere Rolle gespielt, besonders die Neue Musik. Kantoren wie Klaus Peter Ziegler und Hans Darmstadt haben in St. Martin in besonderer Weise Maßstäbe gesetzt. Seit 2006 setzt Eckhard Manz diese Tradition fort und mit der 2017 eingeweihten Rieger-Orgel steht ihm ein Instrument zur Verfügung, das den Erfordernissen der Neuen Musik in besonderer Weise Rechnung trägt.

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More Than A Myth

Chamber Music & Songs by Engelbert Humperdinck

hänssler CLASSIC HC21022

1 CD • 64min • 2020

27.08.20218 8 8

Als 19jähriger Musikstudent am dortigen Konservatorium erlebte Engelbert Humperdinck in Köln ein von Richard Wagner dirigiertes Konzert, das ihn dazu inspirierte, eine Version des Tristan-Vorspiels für Streicherensemble und Klavier zu schaffen, zu dem er kühn einen eigenen konzertwirksamen Schluß schrieb. Erst Jahre später, nach seinem Studienabschluß, lernte er den Meister in Venedig persönlich kennen, der offenbar von seinem Talent überzeugt war und ihn als Assistenten bei der Bayreuther Parsifal-Produktion engagierte.

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Duo Praxedis

Piazzolla
harp & piano

Ars Produktion ARS 38 592

2 CD • 1h 53min • 2021

26.08.202110 10 10

Man muss schon etwas Energie aufbieten, um die Flut neuer Piazzolla-Aufnahmen, die derzeit anlässlich des fiktiven 100. Geburtstags der Tango-Nuevo-Legende auf den Markt kommen, zu sichten. Souverän ragt dabei eine Doppel-CD des schweizerischen Duos Praxedis heraus. Sie liefert ein substanzielles Statement bezüglich des Wesens und der Tiefe dieser Musik, und lotet zugleich sämtliche Aspekte von Interaktion aus.

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Feininger Trio

Brahms • Zemlinsky
Piano Trios

CAvi-music 855489

1 CD • 48min • 2018

25.08.20218 9 8

Das Feininger Trio kombiniert das dritte Klaviertrio c-moll op. 101 von Johannes Brahms geschickt mit dem exakt zehn Jahre später entstandenen „brahminischen“ Trio in d-moll op. 3 von Alexander Zemlinsky. Das Trio von Zemlinsky war ursprünglich für die klassische Besetzung (Violine, Cello, Klavier) konzipiert, wurde jedoch für einen Kammermusikwettbewerb des „Wiener Tonkünstlervereins“ (Präsident: Johannes Brahms), der die Verwendung eines Blasinstruments vorschrieb, in einer Adaption für Klarinette anstatt Violine eingereicht und errang den 3. Preis.

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Songs for New Life and Love

Mahler • Ives • Grime

BIS 2468

1 CD/SACD stereo/surround • 74min • 2019

24.08.202110 10 10

Wer an Gustav Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen denkt, die er als junger Mann nach frischem Liebeskummer auf einen eigenen Text im Geiste der Winterreise schrieb, hat da in der Regel einen vollmundigen Bariton im Ohr, der auf den Wogen eines spätromantischen Symphonieorchesters schwimmt und sein Leid in die Welt trägt. Diese Lieder nun in der ursprünglichen Klavierversion (1885) und mit einem filigranen hellen Sopran zu hören, ist zunächst eine irritierende, dann mehr und mehr faszinierende Erfahrung und für mich, ich gestehe es offen, eine kleine Offenbarung.

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Cello meets Harp

cpo 555 463-2

1 CD • 66min • 2020

23.08.20218 8 8

Die Harfe war im 18. und 19. Jahrhundert ein beliebtes Instrument häuslichen Musizierens, dies wird besonders deutlich an Mozarts bis heute beliebtem Konzert für Flöte und Harfe in C-Dur KV 299, das er 1778 während seines Aufenthalts in Paris für eine Schülerin, die meisterlich die Harfe spielte, in Form einer Sinfonia Concertante schrieb.

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