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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Peter Tschaikowsky

* 07.05.1840 Kamsko-Wotkinsk
† 06.11.1893 St. Petersburg

Peter Iljitsch Tschaikowsky hat der russischen Musik zur Weltgeltung verholfen. Bis zu seinem Auftreten war diese in der westlichen Kulturwelt nahezu unbedeutend. Geboren wurde er am 7. Mai 1840 in Wotkinsk am Ural als Sohn eines Bergwerksinspektors. Seine Mutter war Französin. Er studierte von 1850 bis 1859 zunächst Rechts- und Finanzwissenschaft, entschied sich aber gegen die Beamtenlaufbahn, immatrikulierte sich 1862 am neu eröffneten Konservatorium in St. Petersburg und nahm Musikunterricht bei Anton Rubinstein. 1865 wurde er auf Vermittlung von dessen Bruder Nikolai Theorielehrer am Konservatorium in Moskau. 1878 konnte er diesen Posten aufgeben und sich ganz der Komposition und Aufführung seiner Werke in Russland und im Ausland sichern als ihm eine Verehrerin seiner Musik, Frau Nadeshda von Merck, eine lebenslange Jahresrente zusicherte. Ihre besondere Beziehung pflegten beide in einem reichen Briefwechsel. Tschaikowsky widmete ihr die vierte Sinfonie in f-Moll. Musikalische schöpfte er aus der Volksmusik seiner Heimat, griff aber auf vielen Reisen auch viele Anregungen des Westens auf. Er war ein großer Verehrer vor allem von Mozart. Den Bestrebungen der „jungrussischen Schule“ stand er dagegen skeptisch gegenüber, er fand Mussorgskys Musik zwar genial, aber „nicht schön“. Tschaikowsky ist in erster Linie Sinfoniker. Von seinen sechs Sinfonien haben sich vor allem die drei letzten, darunter die Sechste (Pathétique), durchgesetzt. Er schrieb bedeutende Orchester-Ouvertüren (Ouvertüre 1812), sinfonische Dichtungen (Francesca da Rimini, Manfred, Romeo und Julia), drei Klavierkonzerte und ein Violinkonzert. Kaum weniger bedeutend sind aber auch seine elf Opern (v.a. Eugen Onegin, Pique Dame) und seine Ballettmusiken. Mit Schwanensee und Der Nussknacker schuf er die beiden berühmtesten Ballette der Musikgeschichte. Er starb unerwartet am 6. November 1893 im Alter von 53 Jahren in St. Petersburg, nachdem er wenige Tage zuvor noch seine Pathétique dirigiert hatte.

Biographie Diskographie [153] Texte [1] Werke [151]

Biographie

25.4. (7.5.) 1840
geboren in Kamsko-Wotkinsk (Rußland)
bis 1848
Klavierunterricht durch die Mutter, allgemeiner Unterricht durch die Erzieherin Fanny Dürbach.
1850
Peter Iljitsch zieht begleitet von seiner Mutter nach St. Petersburg, um dort einen zweijährigen Vorbereitungskurs an der Rechtsschule aufnzunehmen.
1852
Die ganze Familie siedelt endgültig nach St. Petersburg über. Peter Iljitsch nimmt seine regulären Studien an der Rechtsschule auf.
1854
Die Mutter erkrankt an der Cholera. Tod der Mutter - ein traumatisches Erlebnis für den jungen Peter Iljitsch.
1859
Beendigung der Studien an der Rechtsschule mit Abschlußdiplom. Beginn der Beamtenlaufbahn.
1862
Des Beamtendaseins wird Peter Iljitsch schnell überdrüssig, weshalb er aus dem Dienst ausscheidet. Statt dessen tritt er in das von Anton Rubinstein neu gegründete Petersburger Konservatorium ein und studiert bei Zaremba und Rubinstein.
1865
Beendigung der Studien am Petersburger Konservatorium mit dem Abschlußdiplom.
1866
Übersiedelung nach Moskau. Dort nimmt er ein Stellung als Theorielehrer am dortigen Konservatorium an, das Nikolai Rubinstein gegründet hattte. Komposition der Ersten Sinfonie.
1868
Komposition an einer Oper mit dem Titel Undine, deren Manuskript Tschaikowsky aber später vernichtet.
1869
Komposition der Ouvertüre zu Romeo und Julia.
1872
Vollendung der Oper Der Opritschnik und der zweiten Sinfonie.
1874
Reise nach Deutschland, Italien, Frankreich und die Schweiz.
1875
Komposition der dritten Sinfonie. Erste Depressionen. Reise mit dem Bruder Modest nach Paris, wo er Bizets Oper Carmen hört und von dem Werk begeistert ist.
1876
Die Musik zu dem Ballett Schwanensee entsteht, ebenso das dritte Streichquartett, der Slawische Marsch und Francesca da Rimini. Tschaikowsky besucht die Wagner-Festspiele in Bayreuth. Beginn des Briefwechsels mit Nadeschda von Meck, einer vermögende Witwe und aufrichtigen Bewunderin des Komponisten, die ihn in den nächsten Jahren auch großzügige finanzielle Unterstützung gewährt.
1877
Beginn der Komposition des Eugen Onegin, sowie der vierten Sinfonie. Frau von Meck setzt ihm eine Jahreserente von 6000 Rubel aus.
1878
Vollendung von Eugen Onegin und der vierten Sinfonie. Beendigung der Lehrtätigkeit am Konservatorium, um mehr Zeit zum Komponieren zu haben. Ende des Jahres Reise nach Florenz, wo sich auch Frau von Meck aufhält. Zu einem Treffen der beiden kommt es jedoch nicht.
1880
Komposition des Capriccio italien und der Serenade für Streicher. Vollendung des zweiten Klavierkonzertes.
1881
Erneute Italien-Reise. In Rom Bekanntschaft mit Franz Liszt.
1883
Vollendung der Oper Mazeppa.
1885
Komposition der Manfred-Sinfonie. Hans von Bülow dirigiert die dritte Suite mit einem Riesenerfolg in St. Petersburg. Endlich stellt sich öffentlicher Erfolg für den Komponisten ein.
1887
Tschaikowsky dirigiert seine eigenen Werke mit Erfolg in Petersburg und Moskau.
1888
Erste Deutschland-Tournee, auf der er eigene Werke dirigiert. U.a. gibt er Konzerte in Leipzig, Nürnberg, Berlin aber auch in Prag und London. Enstehung der fünften Sinfonie und der Fantasie-Ouvertüre zu Hamlet.
1889
Vollendung des Balletts Dornröschen. Zweite Deutschland-Tournee mit Konzerten in Berlin, Köln, Dresden und Frankfurt.
1890
Entfremdung zwischen Tschaikowsky und Frau von Meck, die ihm schreibt, sie könne aufgrund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten seine Rente nicht mehr bezahlen. Komposition von Pique Dame.
1891
Der Einakter Jolanthe entsteht. Im April reist Tschaikowsky erstmals in die USA und gibt Konzerte in New York, Philadelphia und Baltimore.
1892
Vollendung des Balletts Der Nußknacker und das Sextett für Streicher Souvenir de Florence.
1893
Komposition der sechsten Sinfonie (Pathétique) und des dritten Klavierkonzertes. Am 14. Januar leitet Tschaikowsky ein Konzert in Brüssel, am 28. Januar eines in Odessa, im Februar diirigert er ein Konzert in Moskau und im März eines in Charkow. Die Universität von Cambridge verlieht ihm am 13. Juni die Ehrendoktorwürde. Am 28. Oktober leitet er die Uraufführung seiner sechsten Sinfonie in St. Petersburg, wo er bei seinem Bruder Modest wohnt. Am 3. November fühlt er sich schlecht.
6.11.1893
Tschaikowsky stirbt an Cholera in St. Petersburg.

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