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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Maurice Ravel

französischer Komponist

* 07.03.1875 Ciboure, Basses Pyrénées
† 28.12.1937 Paris

Der nach der Generation nach Claude Debussy bedeutendste französische Komponist Maurice Ravel wurde am 7. März 1875 in Ciboure nahe der spanischen Grenze geboren. Sein Vater war ein Ingenieur aus der Gegend von Genf, seine Mutter war Baskin. Ihr Einfluss auf ihn in seinen späteren Kompositionen war sehr prägend. Mit drei Monaten kam er nach Paris, wo er im Verlauf seiner Ausbildung 16 Jahre lang am Conservatoire studierte. Sein bedeutendster und liebster Lehrer war dort Gabriel Fauré. Bereits mit 20 Jahren komponierte er in einem ausgeprägten persönlichen Stil. Trotz mehrfacher Bemühungen blieb ihm allerdings der begehrte Rompreis, um den er sich mehrfach bemüht hatte, versagt. Es kam in diesem Zusammenhang sogar zu einem Eklat. Seinen Kompositionsstil entwickelte er nicht nur durch Einflüsse von Gabriel Fauré und Nikolai Rimsky-Korssakoff, später von Erik Satie und Claude Debussy, sondern er bezog viele Anregungen aus der Musik François Couperins, Jean-Philippe Rameaus und Domenico Scarlattis. Seine vielfach impressionistischen Klangbilder sind stets strukturell ausgefeilt und beeindrucken durch raffinenierte Instrumentierung. Seine Komponistenkarriere begann mit Klavierwerken (Menuet antique), er widmete sich in der Folge ausschließlich der Komposition und trat nur als Pianist und Dirigent seiner Werke an die Öffentlichkeit. Seine Begeisterung für den Impressionsmus brachte ihn mit Debussy in Verbindung und führte ihn zu seinem farbigen, glänzenden Kompostitions- und Orchestrationsstil (Jeux d'eau). Die baskischen Weisen seiner Kindheit wirkten in zahlreichen seiner Kompositionen nach – 1907 wurde geradezu sein spanisches Jahr (Rhapsodie Espagnole, L'Heure Espagnole). Die Zigeuner-Folklore regte ihn zu dem glänzenden Virtuosenstück für Violine Tzigane an. Modest Mussorgskys Bilder einer Ausstellung wurden in seiner von Sergei Kussewitzki bestellten Instrumentierung von 1922 erfolgreicher als das Original für Klavier. Sein wohl berühmtestes Werk, der Bolero, entstand aus der Lust am Instrumentieren: eine Melodie wird ostinatohaft in ständig wechselnden Orchesterfarben vom ppp zum fff geführt. Es ist eines der erfolgreichsten Werke überhaupt, das unzählige Male aufgenommen und eingespielt wurde. Aber auch fast alle anderen Werke Ravels sind – zumeist mehrfach – auf Schallplatte/CD aufgenommen worden. Ravel blieb unverheiratet, er liebte exotische Katzen und seinen Garten mit japanischen Zierblumen. Er umgab sich mit Luxus, der ihn jedoch über ein Gefühl der Einsamkeit nicht hinwegtrösten konnte. Ravel litt zunehmend an Schlaflosigkeit, langanhaltenden, unerträglichen Kopfschmerzen und Erschöpfungszuständen. Um den Verdacht auf einen Gehirntumor auszuräumen unterzog er sich einer Gehirnoperation, an deren Folgen er am 28. Dezember 1937 in Paris verstarb.

Biographie Diskographie [140] Texte [4] Werke [102]

Texte

Einleitung und Allegro

Wie viele Formen des Barock und der Klassik wurde auch der Typus „Einleitung und Allegro“ von Komponisten der Romantik und des 20. Jahrhunderts aufgegriffen und auf persönliche Weise verarbeitet. Dabei kamen reizvolle Miniaturen heraus, entweder mit Solisten oder für Orchester allein.

[Benjamin G. Cohrs, 1.9.2001]weiterlesen ...

Piraten!

Der Wind bläht die Segel, stolze Schiffe recken die Masten, gehen im Kanonengefecht in Rauch auf und würdevoll unter; verwegene Helden wie Captain Morgan, Francis Drake, Gregg, Vallo oder Surcouf bezwingen unerschrocken Meere und schöne Frauen – kein Zweifel: zumindest auf der Leinwand zählen die Piraten zu den faszinierendsten Helden. In der klassischen Musik sind sie seltener, aber auch zu finden.

[Benjamin G. Cohrs, 1.8.2001]weiterlesen ...

Ritter von der traurigen Gestalt

Don Quixote de la Mancha (1605-1616) von Miguel de Cervantes ist nicht nur eine der populärsten Gestalten der Literatur. Es gibt auch kaum eine andere Figur, die über die Jahrhunderte von so vielen Komponisten vertont wurde. Weit über 50 Werke verschiedenster Art und für alle möglichen Besetzungen gibt es über den Ritter von der traurigen Gestalt, von Purcell und Telemann bis hin zu Manuel de Falla und Joaquin Rodrigo.

[Benjamin G. Cohrs, 1.7.2001]weiterlesen ...

Süßer die Glocken nie klingen

In der dunklen Jahreszeit haben Glocken Konjunktur. Gebimmel begleitet Weihnachten allerorten, und feierliche Glocken läuten das neue Jahr ein. Auch in der Musikliteratur kommen Glocken vor – ob sie nun Berlioz’ Hexensabbath einleiten, in Wagners Parsifal den Gral symbolisieren – ein Pokal ist ja quasi eine umgedrehte Glocke –, oder ob sie am Ende von Mahlers Zweiter die Auferstehung feiern. Werke, in ihrer Gänze dem Glockenklang gewidmet, sind jedoch weitgehend unbekannt.

[Benjamin G. Cohrs, 22.12.2003]weiterlesen ...

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