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Komponisten mit Lebensdaten insgesamt: 3376

Mauricio Kagel

* 24.12.1931 Buenos Aires
† 18.09.2008 Köln

Vor zehn Jahren ist der Komponist und Dirigent Mauricio Kagel in Köln im Alter von 76 Jahren gestorben. Mauricio Kagel gehörte zu den führenden zeitgenössischen Komponisten, der mit vielfältigen Ausdrucksformen experimentiert hat und war International als Dirigent, Dozent und Komponist geschätzt. 1931 in Buenos Aires geboren wurd Mauricio Kagel 1955 Studienleiter an der Kammeroper und Dirigent am Teatro Colón in seiner Heimatstadt. Als Stipendiat des DAAD kam er 1957 nach Köln – damals eine Hochburg der Musikavantgarde – und arbeitete in den Studios für Elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks. 1975 erhielt er eine Professur für Neues Musiktheater an der Kölner Musikhochschule. Kagel schuf nicht nur Bühnen-, Orchester- und Kammermusikwerke, sondern auch Filme, Hörspiele und Essays. Sein Œuvrewurde mit zahlreichen Preisen gewürdigt, u.a. mit den Erasmus-Preis (1998), den Ernst von Siemens Musikpreis 2000 und den Großen Rheinischen Kunstpreis (2002). Köln war für den aus Argentinien stammenden Komponisten, Dirigenten, Film- und Hörspielautoren, Pädagogen, Essayisten, Karikaturisten und Grafiker für über 50 Jahre bis zu seinem Tod im September 2008 künstlerische Heimat. Wie kaum ein anderer vermochte es Mauricio Kagel, zweifelsohne einer der einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, sein vielseitiges, interdisziplinäres Wirken als Professor an der Kölner Hochschule für Musik an seine Studenten weiterzugeben.

Biographie Diskographie [6] Werke [17]

Biographie

24.12.1931
geboren in Buenos Aires (Argentinien). Als Kind Privatunterricht in Klavier, Klarinette, Orgel, Violoncello. Nach Schulabschuß Literatur- und Philosophiestudium an der Universität von Buenos Aires.
1949
Künstlerischer Berater der Agrupación Nueva Musica in Buenos Aires.
1950
Mitbegründer der "Cinemathèque Argentine", Arbeit als Filmkritiker und Korrepetitor.
1955
Dirigent am Teatro Colón und an der Colón-Kammeroper.
1957
Durch ein Stipendium des DAAD übersiedelt Kagel nach Köln. Arbeit beim Studio für elektronische Musik des WDR Köln.
1960-1966
Gastdozent bei den Darmstädter Ferienkursen für neue Musik.
1961-1963
Ausgedehnte Vortragsreisen durch die USA.
1967
Berufung an die Film- und Fernsehakademie Berlin.
1969
Film Ludwig van im Auftrag des WDR zum Beethoven-Jahr 1970.
1974-1997
Professor für neues Musiktheater an der Musikhochschule Köln.
1983
Der mündliche Verrat - Musikepos über den Teufel, UA in Paris.
1988-1994
Zyklus Die Stücke der Windrose.
1998
Verleihung des niederländischen Erasmus-Preises, der aus Anlaß des vierzigjährigen Bestehen des Preises erstmals geteilt wird und zugleichen Teilen an Kagel und Peter Sellars geht.
2000
Auszeichnung mit dem Siemens-Musikpreis für das Lebenswerk.
2002
Auszeichnung mit dem Großen Rheinischen Kunstpreis.
2008
Nach längerer Krankheit stirbt Mauricio Kagel am 18. September 2008 in Köln.

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