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Simone Young

* 02.03.1961 in Sydney

Biographie Diskographie [9] Texte [2]

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Hamburgs neue Ostertöne

Zum dritten Mal lädt die Hamburger Laeiszhalle zu einem musikalischen Osterwochenende (21.-25.3.) ein. Von Karfreitag bis Ostermontag finden die Konzerte in den Sälen des im diesen Jahr hundertjährigen Gebäudes statt, und zwischen den Konzerten kann man sich bei Kaffee und Kuchen im Brahms-Foyer stärken. Wiederum hat sich Simone Young als Thema „Brahms und die Moderne“ gewählt, doch man ehrt diesmal noch einen anderen Hundertjährigen: Olivier Messiaen. In nahezu jedem Programnm findet sich etwas von Brahms auf dem Programm, bei Messiaen beschränkt man sich auf ein Orgelstück, zwei Kammermusikwerke (darunter die neu edierte Fantaisie für Violine und Klavier) und das Ensemblestück Couleurs de la Cité Céleste im Schlusskonzert mit dem Klangforum Wien unter Emilio Pomarico.

Simone Young wird nach ihrer Rheingold -Premiere am 18.3. nicht so viel Probenzeit haben und hat daher das schon traditionelle Brahms-Requiem anderen Interpreten überlassen. Um es neu zu hören hat man sich für Concerto Köln, den NDR-Chor und den Alte-Musik-erfahrenen Engländer Marcus Creed entschieden. Als Vorspiel gibt es ein Stücks aus Messiaens Orgelzyklus Méditations sur le Mystère de la Sainte Trinité. Ob Concerto Köln dem Brocken Brahms gewachsen ist, wird sich noch zeigen. Hamburgs Marketingstrategen preisen die neue Version mit historischem Instrumentarium als etwas Besonderes an, jedoch diskographisch haben sich Gardiner, Herreweghe und Norrington mit ihren jeweiligen Ensembles bereits vor einiger Zeit mit dem Werk auseinandergesetzt. Dirigent und beide Solisten dieses Deutschen Requiems (Marie Arnet und Klemens Sander) haben zumindest ausgiebige Erfahrung in historisch informierten Interpretationen.

Gespannt sein darf man auf den österreichischen Geiger Benjamin Schmid, der mit mehreren Partnern (darunter Jörg Widmann, Dejan Lazic und Clemens Hagen) in drei Auftritten Kammermusik macht und das britische Belcea-Quarett, das Werke von drei B-Komponisten spielt: Bartók, Britten und natürlich Brahms (Klavierquintett mit Aleksandar Madzar als Partner).

In der Planung der Ostertöne fällt ein gewisser Schematismus im Wechsel von Alt (Brahms) und Neu, sowie zwischen Kammer- , Chor- und Orchestermusik auf, der sich von Jahr zu Jahr wiederholt, was nicht gerade auf große Kreativität schließen lässt. Wenn die künstlerische Leitung wie im Fall von Frau Young jemandem anvertraut wird, der bereits als GMD und Intendant doppelte Verantwortung hat, dann dürfte klar sein, dass nicht viel Zeit bleibt, regelmäßig andere Musiker zu hören und mit ihnen Programme zu diskutieren. Wenn man dann noch sieht, dass das 100jährige Jubiläum der Laeiszhalle aus drei Konzerten der Hamburger Orchester am 14./15. Juni 2008 besteht, was sicher nicht zuletzt finanzielle Gründe hat, bleibt nur zu hoffen, dass dem neuen Intendanten der Elbphilharmonie, Christoph Lieben-Seutter, der ab kommender Spielzeit bereits die Programmierung der Laeiszhalle verantwortet, genügend Budget-Spielraum hat, so dass nicht nur zwei Gebäude zur Verfügung stehen, sondern diese auch kreativ mit Inhalt gefüllt werden können.

Karten und weiteren Infos unter der Internetseite www.ostertoene.de

Helmut Schmitz [17.3.2008]

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Hamburgs neue Ostertöne

Zum dritten Mal lädt die Hamburger Laeiszhalle zu einem musikalischen Osterwochenende (21.-25.3.) ein. Von Karfreitag bis Ostermontag finden die Konzerte in den Sälen des im diesen Jahr hundertjährigen Gebäudes statt, und zwischen den Konzerten kann man sich bei Kaffee und Kuchen im Brahms-Foyer stärken. Wiederum hat sich Simone Young als Thema „Brahms und die Moderne“ gewählt, doch man ehrt diesmal noch einen anderen Hundertjährigen: Olivier Messiaen.

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Anspruchsvolles Projekt: Der Hamburger Bruckner-Zyklus von Simone Young

Oehms Classics veröffentlicht die Urfassungen der Bruckner-Sinfonien

Kontinuierlich setzt Simone Young mit den Philharmonikern Hamburg ihre Serie der Urfassungen der Sinfonien Anton Bruckners fort. Nach den Sinfonien Nr. 2, 3 4 und 8 folgte am 24./25.1. 2010 die Erste, die sogenannte „Linzer", die im Gegensatz zu den anderen „Urfassungen" am wenigstens umstritten in der Konzertpraxis ist.

weiterlesen ...[Helmut Schmitz, 12.2.2010]

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