Jesús López Cobos: Biographie
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Jesús López Cobos

spanischer Dirigent

* 25.02.1940 in Toro
† 02.03.2018 in Berlin

Die Musikwelt und insbesondere die Deutsche Oper Berlin und die Wiener Staatsoper, Opernhäuser, mit der er eng verbunden war, trauern um Jesús López Cobos, der gestern früh, am 2. März 2018, in Berlin im Alter von 78 Jahren im Kreis seiner Familie seinem Krebsleiden erlegen ist. Der im spanischen Toro geborene López Cobos hatte zunächst Philosophie an der Universität Madrid studiert und auch promoviert. Er dirigierte den Universitätschor und begann seine Studien ab 1966 zunächst bei Franco Ferrara und später bei Hans Swarowsky in Wien. Bereits 1968 gewann er den Dirigentenwettbewerb von Besançon, der Beginn seiner internationalen Karriere, die zu Engagements bei großen Orchestern in Europa, den USA und Japan führten. Von 1981-1990 war López Cobos GMD an der Deutschen Oper Berlin, von 2003 bis 2010 Musikdirektor des Teatro Real in Madrid. Gastdirigate führten ihn zu den Festivals von Edinburgh, Salzburg, Berlin, Prag, Luzern, Montreux, Tanglewood, Ravinia sowie an den wichtigsten Opernbühnen wie die Mailänder Scala, das Royal Opera House Covent Garden, an die Pariser Oper und an die New Yorker Met. Jesús López Cobos, debütierte am 24. April 1980 mit der Premiere von L’elisir d’amore an der Wiener Staatsoper. Insgesamt leitete er dort 92 Vorstellungen, darunter die Premierenproduktionen von La cenerentola (2013) und Don Pasquale (2015). Des weiteren dirigierte er Vorstellungen von L’italiana in Algeri, La Bohème, La forza del destino, La traviata, Manon, Nabucco, Rigoletto, Un ballo in maschera und Tosca – wie auch bei seinem letzten Auftritt im Haus am Ring am 8. Januar 2018. Sein geplantes Dirigat für die Vorstellungsserie von Aida im April/Mai 2018 musste er schon im Januar krankheitsbedingt absagen (an seiner Stelle leitet Evelino Pidò die Aufführungen). Staatsoperndirektor Dominique Meyer: „Die Nachricht über den Tod von Jesús López Cobos macht mich sehr traurig. Uns verband eine jahrzehntelange professionelle Zusammenarbeit und Freundschaft. Im Jänner noch dirigierte er an der Wiener Staatsoper Tosca, bereits gezeichnet von seiner schweren Krankheit – wir hätten uns aber nicht ausdenken können, dass dies sein letztes Dirigat überhaupt sein würde. Jesús López Cobos war für mich ein Kapellmeister par excellence und im besten Sinne – mit einer riesigen Erfahrung, einer großen musikalischen Bandbreite und unvergleichlicher Kenntnis, vor allem, aber nicht nur, im italienischen Repertoire. Beeindruckend fand ich auch immer, mit welcher Kompetenz und Geduld er die Sänger auf die Produktionen vorbereitete und unterrichtete. Mit Jesús López Cobos verlieren wir einen großen Meister und Kenner – und einen sehr feinen Menschen. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Familie.“

Biographie Diskographie [6]

Biographie

1940
Geboren in Toro, Spanien.
ab 1960
Studium der Philosophie an der Universtität Madrid. Abschluss mit Dissertation. Schon während seiner Universitätszeit hatte López Cobos den Universitätschor dirigiert.
ab 1966
BEginn des Studiums bei Franko Ferrara in Italien und später bei Hans Swarowsky in Wien.
1968-1980
Gewinner beim Dirigentenwettbewerb von Besançon. Beginn der internationalen Dirigentenlaufbahn. Einladungen führten ihn zu den Festivals vonEdinburgh, Salzburg, Berlin, Prag, Luzern, Montreux, Tanglewood, Ravinia sowie an den wichtigsten Opernbühnen wie die Scala, das Roayal Opera House Covent Garden und, an der Met. Debüt an der Wiener Staatsoper am 24. April 1980 mit der Premiere von L’elisir d’amore.
1981-1990
GMD der Deutschen Oper Berlin, von 1981-1986 Erster Gastdirigent des London Philharmonic Orchestra.
1984-1988
Musikdirektordes Spanischen Nationalorchesters.
1986-2001
Chefdirigent des Cincinnati Symphony Orchestra,
2003-2010
Musikdirektor des Teatro Real.
ab 2011
Erster Gastdirigent des Orquesta Sinfónica de Galicia.
2013
Premierenproduktion von Rossinis La cenerentola an der Wiener Staatsoper.
2015
Dirigat der Premierenprodution von Don Pasquale an der Wiener Staatsoper.
2018
Am 8. Januar mit Puccinis Tosca letztes Dirigat an der Wiener Staatsoper. Insgesamt hat López Cobos über 90 Vorstellungen an der Wiener Staatsoper dirigiert, darunter Vorstellungen von L’italiana in Algeri, La Bohème, La forza del destino, La traviata, Manon, Nabucco, Rigoletto, Un ballo in maschera und Tosca.Am 2. März ist López Cobos im Alter von 78 Jahren an seinem Krebsleiden in Berlin verstorben.

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Klangkultur

Diyang Mei

Gestern fand das letzte Finale beim diesjährigen Musikwettbewerb der ARD statt, bei dem drei Finalisten um die begehrten Preise spielten. Zur Auswahl standen die Viola-Konzerte von Walton, Bartók und Hindemith, Glanzstücke des Repertoires, von denen jedoch nur die beiden letzten aufgeführt wurden, und die Solisten vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der animierten Leitung von Joseph Bastian begleitet wurden.

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Um Vergleichbarkeit bemüht, hatte die Jury beim gestrigen Finale im Fach Klaviertrio wieder einen engen Parcours aufgestellt. Diesmal war neben der Kammersonate von Hans Werner Henze, die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feiert – eine Revision erfolgte 1963 – eines der beiden großen Trios von Franz Schubert gefordert.

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