Elisabeth Leonskaja: Biographie
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Elisabeth Leonskaja

Pianistin

* 23.11.1945 in Tiflis

Biographie Diskographie [1] Texte [1]

Biographie

1945
Als Tochter russischer Eltern in Tiflis, Georgien, geboren, damals UdSSR. Klavierunterricht erhält sie ab dem 7. Lebensjahr.
1956
Debüt als Solistin mit Orchester.
1964-1972
Ausbildung am Tschaikowsky Konservatorium in Moskau. Während diese Zeit gewinnt sie bereits wichtige internationale Preise: 1964 den Enescu-Wettbewerb in Bukarest, 1965 den Marguerit Long-Jacques Thibaud-Wettbewerb in Paris und 1968 den Königin Elisabeth Wettbewerb in Brüssel. Entscheidend geprägt wurde ihre Entwicklung durch die Zusammenarbeit mit Sviatoslav Richter, der ihr Talent neben Unterricht und Beratung auch durch die Einladung förderte, Duo-Konzerte mit ihm zu spielen.
ab 1973
Konzerte in der damaligen Sowjetunion, der Tschechoslowakei und Rumänien.
1977
Einladung zu den Wiener Festwochen. Konzerte in Frankreich.
1978
Die Pianistin übersiedelt nach Wien.
1979
Debüt bei den Salzburger Festspielen. Es ist der Beginn einer internationalen Konzertkarriere, in deren Verlauf sie mit führenden Klangkörpern wie dem New York Philharmonic Orchestra, dem Cleveland Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Orchestra, dem Tonhalle Orchester Zürich, den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig auftritt.
1985
Debüt bei der Schubertiade.
2006
Für die erkrankte Maria João Pires übernimmt Elisabeth Leonskaja das Konzert beim Klavier-Festival Ruhr. Gemeinsam mit dem Kölner Kammerorchester unter der Leitung von Helmut Müller-Brühl spielt sie Mozarts Konzerte Nr. 18 B-Dur KV 456 und Nr. 27 B-Dur KV 595 interpretieren.
2008
Konzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
2011
Elisabeth Leonskaja übernimmt Konzert des erkrankten Arcadi Volodos bei den Schwetzinger Festspielen.
2013
Soloabend in der Londoner Queen Elizabeth Hall mit Werken von Ravel, Debussy und Enescu.
2015
Einladung zum Schleswig-Holstein Musik Festival, wo sie Tschaikowskys zweites Klavierkonzert spielt. Konzerte mit dem Artemis Quartett im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie und in der Alten Oper Frankfurt (Klavierquartette von Schumann, op. 47 und Brahms op. 60 sowie die Bearbeitung der Bach-Partita von Astor Piazzolla). Konzert mit dem Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Dennis Russell Davies (Mozart KV 482).
2016
Konzertour mit dem Australian Chamber Orchestra unter der Leitung von Roman Simovic.

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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