René Kollo: Biographie
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René Kollo

* 20.11.1937 in Berlin

Der Tenor René Kollo – Sproß einer Berliner Komponistenfamilie – begeht am 20. November seinen 80. Geburtstag. Seiner imponierenden Laufbahn als Wagner-Tenor ging seinerzeit ein Ausflug ins Showbusiness voraus („Hello, Mary Lou“). Das hinderte ihn jedoch nicht dran, nach einer gründlichen Ausbildung und ersten Engagements in Braunschweig und Düsseldorf ab 1969 auf Einladung von Wolfgang Wagner in den nächsten Jahren regelmäßig in Bayreuth zu singen und damit in die internationale Riege der Wagner-Tenöre aufzusteigen. Mit Partien wie Parsifal, Siegmund, Siegfried, Tannhäuser, Lohengrin und Stolzing gastierte er außerdem bei den Salzburger Festspielen, an der Wiener Staatsoper, der Bayerischen Staatsoper, Londons Covent Garden und an der New Yorker Met. Daneben war René Kollo auch mit Mozart- und Strauss-Partien sowie als Lied- und Operetten-Tenor erfolgreich und wirkte in vielen TV-Produktionen mit. In den Jahrzehnten seiner aktiven Sängerlaufbahn entstanden zahlreiche Aufnahmen (EMI, DG, BMG, Berlin Classics u.a.), auf denen die künstlerische Vielfalt und reiche Ausdruckspalette des Künstlers dokumentiert ist. In seiner Autobiographie „Die Kunst, das Leben und alles andere...“ (Henschel-Verlag, 2004) hat René Kollo über sein bewegtes Sängerleben berichtet und in Meisterklassen sein Wissen an die jüngere Generation weiter gegeben.

Biographie Diskographie [2]

Biographie

1937
geboren in Berlin als Enkel des Operettenkomponisten Walter Kollo.
1958-1965
Klassichen Gesangsausbildung bei Elsa Varena in Berlin. Davor hatte er bereits als Autodidakt diverse Instrumente gespielt und 1957 mit der Schallplattenfirma Polydor einen Vertrag als Sänger abgeschlossen. Hits waren "Hello, Mary Lou" und "Meine große Liebe wohnt in einer kleinen Stadt".
1965-1967
Debüt am Theater Braunschweig in den drei Strawinsky-Einaktern "Mavra" "Renard" und "Oedipus Rex", zwei Jahre als lyrischer Tenor im Ensemble des Theaters.
1967-1971
Engagement an der Kölner Oper.
1969
Bayreuth-Debüt als Steuermann (Der fliegende Holländer).
1970
Bayreuther Festspiele: Erik (Der fliegende Holländer), Aufnahme von Wagners "Meistersinger" unter Herbert von Karajan.
1971-1972
Lohnegrin bei den Bayereuther Festspielen, 1971 Parsifal an der Wiener Saatsoper.
1973-1974
Stolzing in den "Meistersingern" bei den Bayreuther Festspielen. 1974 Parsifal bei den Salzburger Osterfestspielen.
1975-1976
Parsifal bei den Bayreuther Festspielen, 1976 Lohengrin an der New Yorker Met.
1976
Siegfried im "Jahrhundert-Ring" von Partice Chéreau in Bayreuth, Leitung: Georg Solti.
1978
Rollendeübt als Hermann in Tschaikowskys "Pique Dame" an der Kölner Oper. Regie: Rudolf Noelte.
1981-1982
Titelpartie im "Tristan" bei den Bayreuther Festspielen unter der Leitung von Daniel Barenboim.
1983
Wagners Rienzi an der Bayerischen Staatsoper mit Cheryl Studer als Irene.
Bechsteinkonzert
1986
Erstmals führt René Kollo Regie und inszeniert "Parsifal" am Staatstheater Darmstadt.
1988
Titelpartie in Verdis Otello in Frankfurt a. Main.
1991
René Kollo inszeniert "Tiefland" von Eugen d'Albert in Ulm.
1992
Titelpartie in "Tannhäuser" in einer Neuinszenierung von Götz Friedrich an der Deutschen Oper Berlin.
1993
Canio in "Der Bajazzo" von Leoncavallo in Bonn, Gastspiel mit der Deutschen Oper Berlin in Tokio ("Tannhäuser").
1996
René Kollo wird Intendant des Berliner Metropol-Theaters.
1997
Schließung des Metropol-Theaters, dessen wirtschaftliche Situation einen weiteren Spielbetrieb nicht erlaubt.
2001
Ernennung zum 37. Ehrenmitglied der Deutscher Oper Berlin.
2000
Tristan an der Deutschen Oper Berlin.
2003
Mit dem Herordes (Salome) an der Deutschen Oper Berlin nimmt René Kollo seinen Abschied von der Opernbühne.
2007
Am 20. November feiert der Sänger seinen 70. Geburtstag. Seine Autobiographie "Die Kunst, das Leben und alles andere..." hat er bereits 2004 im Henschel-Verlag veröffentlicht.
2010
Am 29. April Premiere von "Love and other Demons" von Peter Eötvös (Rolle des Don Yganzio) in der Kölner Oper (nach der Erzählung von Gabriel García Márquez) mit dem Gürzenichorchester Köln unter der Leitung von Markus Stenz. Weitere Aufführungen im Mai.

Rollen und Besetzungen:

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