Nigel Kennedy: Biographie
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Nigel Kennedy

* 28.12.1956 in Brighton

Einen runden Geburtstag feiert der britische Geiger Nigel Kennedy. Er wurde vor 60 Jahren am 28. Dezember 1956 in Brighton geboren. Er stammt aus einer Musikerfamilie: sein Vater ist Cellist, seine Mutter Klavierlehrerin. Im Alter von sechs Jahren begann er, Violine zu spielen. Nach schon einem Jahr bekam er ein Stipendium an der renommierten Yehudi-Menuhin-Schule in London, wo er sogar Unterricht von Menuhin persönlich genoss. Mit 16 Jahren ging er an die Juilliard School und erhielt er eine klassische Ausbildung bei Dorothy DeLay. Gleichzeitig lernte er Jazz-Improvisation bei Stéphane Grappelli. 1977 gab Kennedy in der Londoner Royal Festival Hall sein Konzert-Debüt mit dem e-Moll-Violinkonzert von Mendelssohn, begleitet vom Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Riccardo Muti. Ab 1980 trat Kennedy regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern auf und spielte auch mit nahezu allen großen Orchestern und unter allen bedeutenden Dirigenten. Im Jahre 1999 gab er einen denkwürdigen Auftritt in Belgrad: als erster westlicher Künstler nach dem Kosovo-Krieg spielte er dort ein ausverkauftes Konzert mit Werken von Bach und Bartók. 2000 unternahm er eine große Bach-Tournee durch Deutschland mit dem Berliner Philharmonischen Bach Collegium. Die Einspielung hielt sich über ein Jahr in den deutschen Klassik Charts. Über seine polnische Ehefrau Agnieszka kam er in Kontakt mit polnischen Künstlern. Auf diese Weise gründete sich die Krakauer Klezmerband Kroke, die ihr Konzertprogramm 2003 in einem Album veröffentlichte. Im Jahre 2002 wurde Kennedy zum Künstlerischen Leiter des Polnischen Kammerorchesters ernannt, eine Position, die einst sein Lehrer und Mentor Yehudi Menuhin innehatte. 2007 veröffentlichte er eine CD mit zum Teil vergessenen polnischen Violinkonzerten der Spätromantik. Zu seinem Repertoire gehören neben den Klassikern auch Stücke von Peter Gabriel, Jimi Hendrix und The Doors. Seine Einspielung von Vivaldis Vier Jahreszeiten im Jahre 1989 ist das meistverkaufte Klassikalbum aller Zeiten. Nach über einem Jahr auf Platz eins der britischen Klassikcharts und mehr als drei Millionen verkauften Exemplaren bekam sie einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. Auch das Album Kennedy plays Bach von 2000 war über ein Jahr lang in den deutschen Klassikcharts, das Abschlusskonzert der folgenden Tournee wurde live im Internet übertragen. Nigel Kennedy war der erste Klassik-Künstler, der 2002 zu seinem 25-jährigen Konzertjubiläum ein „Greatest Hits“-Album veröffentlichte. Alle Konzerte dieser Tournee waren ausverkauft. Mit The Nigel Kennedy Quintet veröffentlichte er 2009 A Very Nice Album mit eigenen Werken und Jazz-Improvisationen, 2010 folgte SHHH!. 2010 gründete er das Orchestra of Life, mit dem er im April 2010 auf Tournee erst durch Deutschland und dann auf Festivals und in zahlreiche europäische Städte ging mit Arrangements von Stücken von Duke Ellington und Bach. Nigel Kennedy gilt als das Enfant terrible der klassischen Musikszene. Sein provokantes Outfit war im klassischen Konzertsaal skandalös, verschaffte ihm aber außerhalb der Klassikszene steigende Popularität. Er war der Popstar der Klassik der 1980er Jahre. Nigel Kennedy spielt neben mehreren 5-saitigen elektrischen Geigen auf einer Geige von 1732 des italienischen Geigenbaumeisters Carlo Bergonzi von Cremona.

Biographie Diskographie [4]

Biographie

28.12.1956
geb. in Brighton; Studium an der Yehudi Menuhin School, anschließend an der Juilliard School in New York. Er beginnt als Jazz-Geiger
1974-1976
Zusammenarbeit mit Stephane Grapelli
1977
Londoner Konzertdebüt mit dem Mendelssohn-Violinkonzert unter der Leitung von Riccardo Muti
1980
Debüt bei den Berliner Philharmonikern, seither regelmäßige Gastkonzerte dort
ab 1985
regelmäßige Tourneen durch die USA
1992-1997
Unterbrechung der Konzerttätigkeit, Beschäftigung mit Arrangements und eigenen Kompositionen

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