Wilhelm Backhaus: Biographie
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Wilhelm Backhaus

dt. Pianist

* 26.03.1884 in Leipzig
† 05.07.1969 in Villach

Am 26. März 2014 vor 130 Jahren wurde der Pianist Wilhelm Backhaus geboren. Klavierunterricht erhielt er zunächst am Leipziger Konservatorium bei Alois Reckendorf, anschließend studierte er bei Eugen d'Albert in Frankfurt. Mit elf Jahren lernte er Johannes Brahms kennen, dessen Werke er später zusammen mit den Werken von Beethoven bevorzugt interpretierte. 1905 gewann er den Artur-Rubinstein-Preis vor Béla Bartók. Seine Schallplatteneinspielungen der 32 Klaviersonaten und der 5 Klavierkonzerte von Beethoven setzten Maßstäbe. 1953 erhielt der den Wiener Bösendorfer-Preis. Sein erstes großes Konzert hatte er mit 16 Jahren in London gegeben, sein letztes gab er 85jährig in der Stiftskirche Ossiach in Österreich.

Biographie Diskographie [9]

Biographie

26.3.1884
geboren in Leipzig (Deutschland).
1891-1898
Unterricht bei Alois Reckendorf am Konservatorium in Leipzig.
Anschließend Studium bei Eugen d'Albert in Frankfurt.
1895
Bekanntschaft mit Johannes Brahms.
Mit 16 Jahren erstes internationales Konzert in London.
1905
1. Preisträger des Artur-Rubinstein-Preises, den 2. Preis erhält Béla Bartók.
1905
Professor am Royal College in Manchester. Dieses Amt gibt Backhaus nach einem Jahr wieder auf.
1905-1908
Backhaus gibt „Ferien-Meisterkurse“ am fürstlichen Konservatorium Sondershausen
1910
Erste Gesamtaufnahme eines kompletten Konzertes (Edvard Grieg, Klavierkonzert a-moll).
1925/1926
Unterrichtet er am Curtis Institute of Music in Philadelphia (USA)
1927
Backhaus spielt als erster Pianist sämtliche Chopin-Etüden ein. Die Einspielung erhält den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und gilt bis heute als eine der besten dieser Werke.
1930
Übersiedlung in die Schweiz nach Bioggio bei Lugano über, lebt dort in der Villa Wellingtonia an der Via Giuseppe Mazzini.
1931
Backhaus nimmt die Schweizer Staatsbürgerschaft an.
1933
Im Mai lernt er Adolf Hitler persönlich kennen.
1936
Backhaus wirbt zur Reichstagswahl am 29. März in der Zeitschrift Die Musikwoche in der Rubrik Im Namen der Solisten für Hitler und die Nationalsozialisten.
20. April 1936
Backhaus wird von Hitler zum Professor ernannt und im September desselben Jahres von Hitler als Ehrengast zum Reichsparteitag geladen.
1938
Backhaus ist Reichskultursenator.
Backhaus spielt sämtliche 32 Klaviersonaten von Beethoven für Decca ein sowie die fünf Klavierkonzerte. Die Aufnahmen setzen Maßstäbe, die teilweise bis heute unübertroffen sind.
26. und 28. Juni 1969
Backhaus gibt seine letzten beiden Konzerte in der Stiftskirche in Ossiach (Kärnten, Österreich).
5.7.1969
Wilhelm Backhaus stirbt in Villach (Österreich).

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