Siegfried Jerusalem: Biographie
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Siegfried Jerusalem

* 14.04.1940 in Oberhausen

Der deutsche Opern-Tenor Siegfried Jerusalem wurde am 14. April 1940 in Oberhausen geboren. Mit acht Jahren beginnt er mit dem Klavierspiel, als Zehnjähriger lernt er Geige, später auch noch Fagott. 1955–1960 studiert er an der Folkwangschule Essen Fagott und Klavier sowie im Nebenfach Geige. 1961 ist er Fagottist bei den Hofer Symphonikern, ein Jahr später wechselt er als 1. Fagottist zur Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Von 1971–1977 spielte er als zweiter Fagottist im Südfunk-Sinfonieorchester Stuttgart. Gleichzeitig nimmt er ab 1961 Gesangsunterricht als Tenor bei Hertha Kalcher. Bei einer ZDF-Produktion des Zigeunerbaron 1975 springt er erstmals als Sänger für den verhinderten Franco Bonisolli ein. Nach einigen kleinen Rollen in Stuttgart debütiert er 1976 als Lohengrin in Darmstadt und Aachen und singt bereits 1977 bei den Bayreuther Richard-Wagner-Festspielen. Die späte, aber rasche Karriere führt Jerusalem an alle bedeutenden Opernhäuser der Welt, wobei er sich vor allem als Wagner-Tenor einen Namen macht. In Bayreuth bildet er mit Waltraud Meier das so genannte „Bayreuther Traumpaar“. 1993 wird Jerusalem der Titel Österreichischer Kammersänger verliehen, 1996 erhält er einen Bambi. Er widmet sich auch zeitgenössischer Musik und dem Liedgesang. Bis 2009 war er Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg. Siegfried Jerusalem lebt heute in Nürnberg.

Biographie Diskographie [6]

Biographie

14.4.1940
geboren in Oberhausen. Studium an der Folkwang-Hochschule (Fagott und Klavier). Nebenbei Stimmausbildung.
1961
Erster Fagottist im Städtischen Orchester in Hof an der Saale.
1962
Wechsel zum Symphonieorchester in Reutlingen.
1971-1977
Zweiter Fagottist beim Radiosymphonie-Orchester des Süddeutschen Rundfunks.
1975
Debüt als Sänger bei einer Verfilmung der Operette Der Zigeunerbaron, bei der kurzfristig der Hauptdarsteller erkrankte und Jerusalem aus dem Orchester die Rolle übernahm. Im gleichen Jahr erste kleinere Rollen an der Stuttgarter Oper.
1976
Linkerton in Puccinis Madame Butterfly in Darmstadt.
1978
Enemblemitglied an der Deutschen Oper Berlin.
1979
Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Parsifal, in der gleichen Partie an der Wiener Staatsoper.
1980
Met-Debüt in New York als Lohnegrin - Beginn der internationalen Karriere als Wagner-Tenor.
1993
Siefgried Jerusalem und Waltraud Meier gelten als Bayreuther Traumpaar in Heiner Müllers Inszenierung von Tristan und Isolde.
ab 2001
Rektor an der Musikhochschule Nürnberg-Augsburg. Daneben Jury-Mitglied in zahlreichen Wettbewerben.
2005
Mitwirkung als Aegisth in Elektra von Richard Strauss beim Tanglewood Festival in den USA, Loge im Rheingold in Minesota (USA).

Rollen und Besetzungen:

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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