Richard Hickox: Biographie
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Richard Hickox

* 05.03.1948 in Stokenchurch, Buchinghamshire
† 23.11.2008 in Swansea

Am 23. November vor zehn Jahren ist britische Dirigent Richard Hickox überraschend an Herzversagen gestorben. Der Tod ereilte ihn nach einer Einspielung von Gustav Holsts Choral Symphony mit dem BBC National Orchestra of Wales. Heute, am 5. April, hätte er seinen 70. Geburtstag gefeiert. Hickox hatte sich vor allem als Autorität für das englische Repertoire des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht. Er war Chefdirigent des BBC National Orchestra of Wales, Associate Guest Conductor beim London Symphony Orchestra, mit welchem er schon seit 1985 eng zusammengearbeitet hatte und hatte die Musikalische Leitung der City of London Sinfonia inne. Bis 2002 war Richard Hickox Music Director des Spoleto Opera Festivals in Italien, eine Position, die er fünf Jahre lang ausfüllte. Die Oper bestimmte den Hauptteil seiner Arbeit, wie seine Produktionen und Projekte an der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House Covent Garden, der English National Opera, den Opernhäusern in Köln und Hamburg sowie an der Washington Opera und der Los Angeles Opera bewiesen haben. 2005 übernahm er das Amt des Music Directors der Opera Australia und dirigierte als erstes ein Galakonzet am Neujahrsabend. Seine erste Oper dort war Prokofieffs Die Liebe zu den drei Orangen in der Inszenierung von Francesco Zambello In seiner internationalen Karriere dirigierte Hickox viele der führenden Orchester in Europa, Japan und den USA. Auf den internationalen Konzertpodien wurde Richard Hickox geschätzt und von namhaften Orchestern eingeladen. Er gab Gastspiele in Tokio, Washington, Köln, Wien, Los Angeles, New York. Mit dem englischen CD-Label Chandos verband ihn eine intensive und langjährige Zusammenarbeit. Insgesamt hat er über 250 Aufnahmen für Chandos eingespielt, darunter überwiegend englisches Repertoire des 20. Jahrhunderts. 1997 erhielt er für seine Einspielung von Benjamin Brittens Peter Grimes einen Grammy Award für die beste Opernaufnahme. Mit Richard Hickox verlor die internationale Musikszene viel zu früh einen fähigen und charismatischen Dirigenten, von dem noch viele maßstabstetzende Aufführungen und Einspielungen zu erwarten gewesen wären.

Biographie Diskographie [11] Texte [1]

Biographie

1948
geboren in Stokenchurch, Buckinghamshire, England.
1966
Beginn des Studiums an der Royal Academy of Music in London (Orgel und Dirigieren).
1967-1970
Stipendium für die weitere Ausbildung am Queen's College in Cambridge, wo er 1970 erfolgreich sein Studium beendet.
1971
Gründung der City of London Sinfonia.
1982-1990
Künstlerischer Leiter der Northern Sinfonia.
1990
Zusammen mit Simon Standage Gründung des Barockorchester Collegium Musicum 90, das sich der historisch orientierten Aufführungspraxis widmet.
1997
Auszeichnung mit einem "Grammy" in der Kategorie "Beste Operneinspielung" für Benjamin Brittens "Peter Grimes". Für das britische Label Chandos hat Richard Hickox über 250 CDs eingespielt, darunter überwiegend Werke britischer Komponisten (Tippet, Vaughan Williams, Elgar, Arnold, Holst u.a.).
1999-2006
Chefdirigent des BBC National Orchestra of Wales.
2005
Ernennung zum Music Direktor der Opera Australia.
2008
Am 23. 11. stribt Richard Hickox überraschend nach Aufnahmen der "Choral Symphony" von Gustav Holst mit dem BBC National Orchestra of Wales an einem Herzversagen.

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