Ida Haendel: Biographie
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Ida Haendel

* 15.12.1928 in Cholm

Eine große Geigerin des 20. Jahrhunderts feiert heute ihren 90. Geburtstag: Ida Haendel. Sie wurde am 15. Dezember 1928 in Chelm in Polen geboren. Ihr großes Talent zeigte sich bereits, als sie sich mit drei Jahren Musikstücke auf der Geige ihrer Schwester selbst beibrachte. Daraufhin erhielt sie Violinunterricht. Mit sieben Jahren wurde sie in die Musikakademie Warschau aufgenommen und gewann mit Beethovens Violinkonzert die Goldmedaille des Warschauer Konservatoriums. 1935 war sie neben Ginette Neveu und David Oistrakh Preisträgerin des ersten Henryk Wieniawski Violinwettbewerbs. Mit diesen Erfolgen durfte sie bei Carl Flesh in London und bei George Enescu in Paris studieren. Während des Zweiten Weltkrieges spielte sie in Fabriken und vor amerikanischen und britischen Truppen. 1937 gab sie ihr Debüt in London unter Sir Henry Wood. Damit erntete sie nicht nur internationale Anerkennung, sondern es begann eine enge Verbindung zu den Proms, bei denen sie 68 Mal aufgetreten ist. Sie tourte regelmäßig durch ganz Europa, durch Südamerika und Asien. Von 1952 bis 1989 lebte sie in Montréal. 1973 war sie mit dem London Philharmonic Orchestra die erste westliche Solistin, die nach der Kulturrevolution nach China eingeladen wurde. Sie arbeitete mit allen Dirigentengrößen ihrer Zeit zusammen: Thomas Beecham, Adrian Boult, Charles Munch, Otto Klemperer, George Solti, Vladimir Ashkenazy, Bernard Haitink, Rafael Kubelik, Simon Rattle u.a., vor allem aber mit Sergiu Celibidache. 2006 spielte sie vor Papst Benedikt XVI. im früheren Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. 1940 begann ihre langjährige Aufnahmetätigkeit für Decca, aber auch mit anderen Labels wie EMI und harmonia mundi machte sie über 70 Jahre lang zahlreiche Einspielungen, denen bis heute vielfach Referenzcharakter bescheinigt wird. Sie ist nicht nur als Jurorin bei den renommiertesten Violinwettbewerben hoch geschätzt, sondern auch als Violinpädagogin. Ihr prominentester Schüler ist sicherlich David Garrett. 1970 veröffentlichte Ida Haendel eine Autobiografie unter dem Titel Woman with Violin. 1991 wurde ihr von Queen Elizabeth II. der Order of the British Empire verliehen, 2000 erhielt sie die Ehrendoktorwürde des Royal College of Music London. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute dieser großen Künstlerin!

Biographie Diskographie [5]

Biographie

15.12.1928
geboren in Cholm (Polen). Ihre musikalische Begabung wurde bereits im frühen Kindesalter erkannt und gefördert, als sie mit 3 1/2 Jahren auf der Geige ihrer ältern Schwester ein Lied nachspielte, das ihre Mutter sang.
1932
Die Fünfjährige gewinnt den Hubermann-Wettbewerb
1935
Im Alter von 7 Jahren ist sie unter den Finalisten des Wienawski Wettbewerbs, den Ginnette Neveu (damals 16 Jahre alt) gewinnt. David Oistrach (damals 27) gewinnt den zweiten Preis.
1937
Konzertdebüt in der Londoner Queen's Hall unter der Leitung von Henry Wood.
1946
USA-Debüt
1948/49
Mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Rafael Kubelik nimmt Ida Haendel die Violinkonzert von Beethoven und Bruch auf.
1952
Übersiedelung nach Montreal (Kanada)
1957
Uraufführung von Luigi Dallapiccolas "Tartiniana Seconda"
1970
Veröffentlichung ihrer Autobiographie mit dem Titel "Woman with Violin"
1979
Übersiedelung nach Miami, Florida.
1982
Auszeichnung mit dem Sibelius-Preis für ihre Interpretation des Violinkonzerts von Sibelius. Der Komponist selbst hatte ihr Spiel seines Konzerts, das er im Radio hörte, ausdrücklich gelobt.
1989
Uraufführung des Violinkonzerts von Allan Petterson.
1991
Ernennung zum "Commander of the Britsh Empire" durch Queen Elizabeth II.
1993
Konzertdebüt bei den Berliner Philharmonikern
2000
Verleihung der Ehrendoktorwürde des Royal College of Music London durch Prince Charles. Ida Haendel hat zahlreiche CD-Aufnahmen gemacht, so bei Decca, EMI, HMV und Supraphon

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