Carlo Maria Giulini: Biographie
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Carlo Maria Giulini

* 09.05.1914 in Barletta, Apulien
† 14.06.2005 in Brescia

Der italienische Dirigent Carlo Maria Giulini wurde am 9. Mai 1914 in Barletta geboren. Ab 1930 studierte er Bratsche und Komposition an der Academia Nazionale di Santa Cecilia in Rom. Zunächst war er Orchestermusiker, u.a. unter Otto Klemperer und Bruno Walter, bevor er sich entschloss, sich bei Bernadino Molinari zum Dirigenten ausbilden zu lassen. Ab 1946 dirigierte er für den italienischen Rundfunk, 1950 übernahm er die Leitung des Orchestra Sinfonica di Milano della RAI bei dessen Gründung 1950. Seitdem war er ein international gefragter Opern- und Orchesterdirigent. Als Chefdirigent leitete er u.a. die Wiener Symphoniker und das Los Angeles Philharmonic Orchestra. 1998 beendete er seine Dirigiertätigkeit. Sein Wirken ist in zahlreichen Schallplatteneinspielungen vor allen Dingen mit den Wiener Philharmonikern dokumentiert. Seit 1976 war Giulini Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, 1988 wurde er mit einem Antonio-Feltrinelli-Preis ausgezeichnet, 2001 erhielt er den "Yehudi Menuhin" Preis der Königin Sofia von Spanien. Giulini starb nach längerer Krankheit am 14. Juni 2005 in Brescia.

Biographie Diskographie [3]

Biographie

9.5.1914
geboren in Barletta (Süditalien), aufgewachsen in Bozen. Studium an der Accademia di Santa Cecilia (Bratsche), Orchestermusiker im Orchester der Accademia di Santa Cecila.
1944
Debüt als Dirigent beim Orchester der Accademia di Santa Cecilia.
1950
Leiter des neu gegründeten Orchesters der RAI und Debüt als Operndirigent mit Verdis La Traviata in Bergamo.
1953-1955
Nachfolger von Victor de Sabata an der Mailänder Scala. Leitete legändäre Aufführungen mit Maria Callas (Alceste, La Traviata). US-Debüt mit einem Konzert in Chicago.
1958
Debüt mit Verdis Don Carlos an der Covent Garden Opera, London.
1967
Rückzug aus dem Opernbetrieb und verstärkte Tätigkeit als Orchesterdirigent.
1968
Principal Guest Conductor beim Chicago Symphony Orchestra.
1973-1976
Chefdirigent der Wiener Symphoniker. UA von Boris Blachers Poème. (1976)
1975
UA von An die Neugeborenen von Gottfried von Einem.
1978-1984
Chefdirigent des Los Angeles Philharmonic Orchestra als Nachfolger von Zubin Mehta. Giulini unternimmt mehrere Europa-Tourneen mit dem Orchester.
1981
Mit Verdis Falstaff dirigiert er erstmals wieder Oper (Los Angeles, London, Florenz).
1982-1990
Zahlreiche Aufnahmen - u. a. Bruckner-Sinfonien mit den Wiener Philharmonikern - undmit Künstlern wie Vladimir Horowitz (Mozart), Plácido Domingo (Verdi-Opern), Krystian Zimmerman (Chopin) und Lazar Berman (Liszt) entstehen für Deutsche Grammophon.
2001
Giulini erhält den "Yehudi Menuhin" Preis der Königin Sofia von Spanien.
2004
Am 09. Mai 2004 feiert Giulini seinen 90. Geburtstag. Seit vielen Jahren titt er nicht mehr öffentlich auf, sondern unterrichtet junge Musiker u.a. dies Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi.
2005
Nach längerer Krankheit stirbt Giulini im Alter von 91 Jahren am 14. Juni 2005 in einer Klinik in Brescia und wird im Familiengrab in Bozen beigesetzt.

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