Mirella Freni: Biographie
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Mirella Freni

ital. Sängerin (Sopran)

* 27.02.1935 in Modena

Die italienische Sopranistin und Opernsängerin Mirella Freni war zu ihrer aktiven Zeit die auserkorene Lieblingssopranistin von Herbert von Karajan sowie die anerkannt beste Darstellerin der Mimi in Puccinis La Bohème. Ihr sängerisches Talent zeigte sich schon früh. Bereits im Alter von zehn Jahren nahm sie an einem Radiowettbewerb teil mit der Arie Un bel di vedremo aus Puccinis Madama Butterfly. Sie stammt aus einem musikalischen Umfeld: Ihre Großmutter Valentina Bartolomasi war eine bekannte Sopranistin, Luciano Pavarotti war in der Kindheit ihr Spielkamerad in Modena. Die beiden Mütter arbeiteten zusammen in einer Tabakfabrik. 1955 feierte sie ihr Bühnendebüt am Teatro Communale in Modena als Micaëla in Georges Bizets Carmen. Ihre eigentliche Karriere begann allerdings erst später. 1959 debütiert sie in Amsterdam, 1960 in Glyndebourne, 1961 an der Covent Garden Opera in London. Ihren großen Durchbruch schaffte sie 1963 an der Mailänder Scala in der Rolle der Mimì in La Bohème. Auf Empfehlung des Regisseurs Franco Zeffirelli war sie von Herbert von Karajan anstelle von Renata Scotto engagiert worden. Mit dieser Aufführung wurde sie quasi über Nacht weltberühmt und eine der gefragtesten lyrischen Sopranistinnen ihrer Zeit. 1964 musste sie bei der Premiere an der Mailänder Scala als Violetta in La Traviata einen einzigen und schweren Misserfolg in ihrer ansonsten glänzenden Karriere hinnehmen. 1965 war sie bei ihrem Debüt an der Metropolitan Opera in New York 1965 als Mimi erneut umjubelt. Nach 1968 beschränkte sie aus familiären Gründen ihre Auftritte auf Europa. Sie sang u.a. bei den Salzburger Festspielen und wechselte ab 1970 allmählich ins dramatische Fach. Erst 1976 unternahm sie wieder eine lange Tournee in den Vereinigten Staaten. 1981 heiratete sie in zweiter Ehe ihren Bühnenpartner, den bulgarische Bass Nicolai Ghiaurov. Neben zahlreichen Auftritten in den USA und in Europa in den 80er und 90er Jahren war sie auch für Schallplattenaufnahmen sehr gefragt und hat bis Mitte der 90er Jahre bei mehr als 50 kompletten Operneinspielungen für EMI, RCA, London, Philips und Deutsche Grammophon mitgewirkt. 1990 veröffentlicht sie ihre Autobiographie Mio Caro Teatro. 2005 feierte sie ihr 50jähriges Bühnenjubiläum, am 27. Februar 2015 ihren 80. Geburtstag.

Biographie Diskographie [1]

Biographie

27.2.1935
geboren in Modena (Italien)
1945
Als zehnjährige singt sie mit Klavierbegleitung durch Leone Magiera, ihren späteren ersten Ehemann, die Arie der Violetta "Sepmpre libera" im Konzert.
1950
Studium am Konservatorium von Bologna und bei Ettore Campogalliani in Mantua.
1955
Debüt als Micaela in "Carmen" in Modena.
1957
Gewinn des Viotti-Gesangswettbewerbs mit der Rolle der Mimi aus "La Bohème", ihrer späteren Paraderolle.
1961
Auf Initiative von Carlo Maria Giulini übernimmt sie kurzfristig die Partie der Nanetta im Verdis "Falstaff" an der Londoner Covent Garden Opera.
1962
Debüt bei den Festspielen von Glyndebourne als Susanna in Mozarts "Le nozze di Figaro" und Adina in Donizettis "L'elisir d'amore" (Regie: Franco Zeffirelli). Scala-Debüt als Nanetta in Verdis "Falstaff". Seit 1962 hat Mirella Freni in 30 aufeinanderfolgenden Jahren der Scal mitgewirkt, eröffnete acht Spielzeiten und ging mit dem Ensemble der Scala auf Tournee.
1963
"La Bohème" unter der Leitung von Herbert von Karajan an der Mailänder Scala. Beginn der 16jährigen Zusammenarbeit von Dirigent und Sängerin, zahlreiche Schallplatten entstehen.
1965
Met-Debüt als Mimi in "La Bohème" und in der selben Rolle in Chicago.
1966
Micaela in "Carmen" bei den Salzburger Festspielen unter der Leitung von Herbert von Karajan.
Bechsteinkonzert
1970
Desdemona (Verdi: Othello) unter der Leitung von Herbert von Karajan an der Mailänder Scala. Die Inszenierung wird fü Unitel auch verfilmt.
1975
Elisabeth (Don Carlo) unter der Leitung von Herbert von Karajan.
1978
Verdis Messa da Requiem bei den Salzburger Festspielen mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan.
1979
Elisabetta in Verdis "Don Carlo" bei den Salzburger Osterfestspielen mit José Carreras (Don Carlo), Piero Cappuccilli (Rodrigo), Jules Bastin (Großinquisitor) und Agnes Baltsa (Eboli).
1980
Verdis Messa da Requiem bei den Salzburger Festspielen mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Herbert von Karajan.
1984
Verdi Messa da Requiem bei den Salzburger Festspielen mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan und den Solisten Agnes Baltsa, José Carreras und José van Dam.
1990
Aus Anlaß der Feier ihres 35. Bühnenjubiläums Verleihung des Ordens "Cavaliere di Gran Croce della Republica Italiana" durch den italienischen Staatspräsidenten.
1993
Rollendebüt als Fedora an der Mailänder Scala.
1994
Auftritte als Fedora in London (Covent Garden) und Zürich. Dort als Partnerin von José Carreras und anstelle der erkrankten Agnes Baltsa.

Rollen und Besetzungen:

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