Endrik Wottrich: Biographie
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Biographien insgesamt: 1099

Endrik Wottrich

Tenor

* 13.10.1963 in Celle
† 26.04.2017 in Berlin

Biographie

Biographie

1963
geboren in Celle, Studium (Gesang und Violine) in Würzburg. Als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes konnte er seine Gesangsausbildung an der New Yorker Juilliard School of Music fortsetzen.
1992
Operndebüt als Cassio in Verdis Otello am Staatstheater Wiesbaden.
1993-1999
Emsemblemitglied an der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Gastspiele fuehrten ihn u.a. an die Opernhaäser von Dresden, Stuttgart, Amsterdam, Chicago, Mailand, Madrid, Wien und Paris sowie zu den Festspielen in Salzburg, Wien und Edinburgh.
1996
In Bayreuth trat er 1996 erstmals als Junger Seemann in Tristan und Isolde auf sowie als David in Die Meistersinger von Nürnberg . Bis zu seinem letzten Auftrit in Bayreuth 2009 hat er dort jeden Sommer gesungen . Sein Repertoire umfaßt Partien wie Tamino (Die Zauberflöte), Alfredo (La traviata) und Erik (Der fliegende Holländer). Inzwischen hat er sich auch dramatischere Tenorpartien wie Florestan (Fidelio) erarbeitet, den Max (Der Freischütz) in Paris auch in der französischen Fassung. 1996 Carnegie Hall Debüt unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.
2000
Im Herbst Debüt in Verdis Don Carlos an der Bonner Oper (Titelpartie). An der Deutschen Oper Berlin sang er u.a. den Konrad in Hans Heiling.
2001
Erstmals Stolzing (Meistersinger von Nürnberg) bei den Bayreuther Festspielen.
2002
Wiederum als Stolzing (alternierend mit Robert Dean Smith) bei den Bayreuther Festspielen. Seit 2002 ist Endrik Wottrich Professor für Gesang an der Hochschule für Musik in Würzburg.
2003
Stolzing an der Stuttgarter Oper.
2004
Die Titelpartie in Wagners Parsifal sang er erstmals in Oslo und 2004 bei den Bayreuther Festspielen. Debüt als Siegmund (Ring) an der Semperoper Dresden.
2005
Im März Debüt als Parsifal an der Bayerischen Staatsoper.
2006-2009
Alljährlich sang Wottrich den Siegmund (Die Walküre) bei den Bayreuther Festspielen.
2007
Debüt als Florestan (Fidelio) an der Londoner Covent Garden Opera.
2008/2009
Die Partie des Erik (Der fliegende Holländer) sang er 2007 am New National Theatre in Tokyo und an der Bayerischen Staatsoper.
2011
Debüt an der Deutschen Oper Berlin Titelpartie von Saint-Saens' Samson et Dalila.
2013
Florestan in Beethovens Fidelio an der Wiener Staatsoper. Im Oktober und November Tambourmajor in Wozzeck an der Royal Opera Covent Garden London.
2015
Samson (Samson et Dalila) an der Opéra de Montrále in Kanada, Tristan (Tristan und Isolde) am Teatro di San Carlo, Neapel unter der Leitung von Zubin Mehta.
2016
Arindal in Wagners Die Feen unte der Leitung von Ulf Schirmer an der Oper Leipzig, deren Ensemblemitglied Wottrich war.
2017
An der Volksoper Wien sang Wottrich zuletzt im März und Mai die Partie des Hegenbach in Alfredo Catalanis La Wally. Völlig überraschend starb Endrik Wottrich am 26. April 2017 im Alter von 52 Jahren an einem Herzversagen.

Rollen und Besetzungen:

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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