Wiener Sängerknaben: Biographie
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

Biographien insgesamt: 1099

Wiener Sängerknaben

* 1498 in Wien

Biographie Diskographie [4]

Biographie

1498
Die frühesten Hinweise auf eine kaiserliche Kapelle am Wiener Kaiserhof stammen aus dem 14. Jahrhundert. Spätestens seit dem 15. Jahrhundert sangen Knaben am Habsburger Kaiserhof. 1498 verlegte Kaiser Maximilian I. seinen Hof und seine Hofmusik von Innsbruck nach Wien. Er ordnete ausdrücklich an, dass sich unter den Musikern sechs Knaben befinden sollten. Damit hatte er den Grundstein für die Wiener Hofmusikkapelle, für die kaiserlichen und königlichen Hofsängerknaben und schließlich auch für die Wiener Sängerknaben gelegt.
1918
Bis zum Ende der Monarchie in Österreich 1918 sang der Chor ausschließlich für den Kaiserlichen Hof bei Messen, Konzerten sowie politischen Ereignissen. Berühmte Komponisten der Zeit wie Heinrich Isaac, Ignaz Franz Biber, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Caldara und Anton Bruckner musizierten mit den Hofsängerknaben. Jacobus Gallus und Franz Schubert gehörten selbst zum Chor. Nach dem Zusammenbruch der Habsburger Monarchie 1918 übernahm der österreichische Staat die Hofoper, das Orchester und den Erwachsenenchor, nicht aber den Knabenchor.
1921
Die Wiener Sängerknaben verdanken ihr Weiterbestehen der Initiative von Josef Schnitt, der 1921 Rektor der Burgkapelle wurde. Er verwandelte den Knabenchor in einen privaten Verein: Aus den Hofsängerknaben wurden die Wiener Sängerknaben, die Kadettenuniform wich dem damals hochmodernen Matrosenanzug.
1950 bis heute
Aktuell gibt es rund 100 Wiener Sängerknaben zwischen zehn und 14 Jahren, aufgeteilt auf vier Konzertchöre. Die vier Chöre absolvieren jährlich rund 300 Auftritte vor fast einer halben Million Zuschauern auf der ganzen Welt. Das Repertoire der Wiener Sängerknaben reicht von mittelalterlicher bis zu zeitgenössischer und experimenteller Musik.

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc