Peter Seiffert: Biographie
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Peter Seiffert

* 04.01.1954 in Düsseldorf

Der Berliner Senat hat dem Tenor Peter Seiffert den Ehrentitel „Berliner Kammersänger“ verliehen. Die feierliche Urkundenübergabe fand am 7. Dezember 2014 im Anschluss an die Vorstellung von Wagners Tannhäuser, eine der Paraderollen des Tenors, in der Deutschen Oper Berlin statt. Peter Seiffert ist einer der ganz Großen seines Faches und singt an allen großen Opernhäusern der Welt. Seine Karriere begann nach ersten Erfolgen in Düsseldorf und München an der Deutschen Oper Berlin, wo er von 1982 bis 1992 fest im Ensemble engagiert war und schnell zum Publikumsliebling avancierte. Seine lyrische leuchtende Stimme, die ihn für Mozart-Partien wie auch für den Faust von Charles Gounod prädestinierte, entwickelte sich im Lauf der Jahre systematisch in das schwerere Fach, das er 1990 mit der von Götz Friedrich inszenierten Premiere Lohengrin betrat. Auch als freischaffender Künstler kommt er immer wieder gern nach Berlin zurück, an die Deutsche Oper wie an die Staatsoper, und wird vom Publikum begeistert gefeiert. In den letzten Jahren war er als Tannhäuser, Siegmund, Otello und Tristan an der Deutschen Oper Berlin zu erleben.

Biographie Diskographie [3]

Biographie

1954
geboren in Düsseldorf, zunächst privater Gesangsunterricht, dann zwei Jahre Ausbildung am Robert Schumann Institute der Musikhochschule Düsseldorf.
1978
Erstes Engagement an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg. Dort u.a. als Baron Kronthal (Wildschütz), Lorenzo (Fra Diavolo) und Marquis von Chateauneuf (Zar und Zimmermann).
1979
Preisträger beim Deutschen Musikrat Bonn, TV-Auftritt bei Anneliese Rothenberger, Hofmann (Hoffmanns Erzählungen9 in Innsbruck.
1982
Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin. Dort u.a. Auftritte als Tamino (Zauberflöte), Matteo (Arabella), Don Ottavio (Don Giovanni), Lensky (Eugen Onegin) und Hans (Verkaufte Braut).
1983
Erstmals Gast an der Bayerischen Staatsoper als Nureddin (Der Barbier von Bagdad) bei den Münchner Opernfestspielen.
1984
Debüt an der Hamburgischen Staatsoper als Matteo (Arabella) und an der Wiener Staatsoper, Debüt unter Wolfgang Sawallisch an der Mailänder Scala mit Mendelssohns "Lobgesang"
1988
Debüt in Covent Garden mit der ersten größeren Wagner-Partie, dem Parsifal,
1989
Debüt am Teatro del Liceu in Barcelona.
1992
Debüt bei den Salzburger Festspielen als Narraboth in Salome, Ernennung zum Bayerischen Kammersänger.
1993
Debüt bei den Opernfestspielen von Glyndebourne als Florestan in Fidelio.
1994
Don Ottavio (Don Giovanni) bei den Salzburger Festspielen in der Neuinszenierung der Oper von Patrick Chereau, musikalische Leitung: Daniel Barenboim.
1996
Bayreuth-Debüt als Walter von Stolzing in der Neuinszenierung der Meistersinger.
1999
Lohengrin in Berlin, Tannhäuser (Rollendebüt) in Zürich.
2002
Lohengrin in Bayreuth mit Eva-Maria Schnitzer als Elsa. "Grammy" in der Kategorie Best Opera Recording für die Tannäuser-Aufnahme unter Daniel Barenboim.
2007
Bei den Salzburger Festspielen Max im "Freischütz" in der Inszenierung von Falk Richter und Markus Stenz als Dirigent. Seine Ehefrau Petra Maria Schnitzer singt die Agathe.
2011
Absagen von Verdis "Otello" (Rollendebüt) an der Oper Zürich wegen einer schweren Bronchitis. José Cura übernimmt die Vorstellungen.
2012
Im Januar Otello an der Wiener Staatsoper mit Krassimira Stoyanova als Desdemona. Im März Tannhäuser an der Wiener Staatsoper mit Petra Maria Schnitzer als Elisabeth.
2013
Im März Premiere von Wagners "Tristan und Isolde" an der Deutschen Oper Berlin mit Petra Maria Schnitzer als Isolde (Rollendebüt). Am 14. Juni Premiere von "Tristan" an der Wiener Staatsoper und Ernennung zum Österreichischen Kammersänger.
2014
Der Berliner Senat hat auf Vorschlag der Stiftung Oper in Berlin beschlossen, Peter Seiffert mit dem Ehrentitel „Berliner Kammersänger“ auszuzeichnen. Er war von 1982 bis 1992 festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und kehrt auch als reischaffender Künstler regelmäßig an die beiden großen Berliner Opernhäuser zurück.

Rollen und Besetzungen:

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

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Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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