Wolfgang Seeliger: Biographie
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Wolfgang Seeliger


Biographie

Biographie

Im Anschluss an das Studium am Mozarteum und der Universität Salzburg u.a. bei Nicolaus Harnoncourt und Herbert von Karajan in Salzburg und Wien war Wolfgang Seeliger an verschiedenen Opernhäusern als Dirigent tätig. Er assistierte seit 1983 verschiedenen Dirigenten, u.a. mehrmals Sir Colin Davis. Sechs Jahre lang arbeitete er als Assistent von Leonard Bernstein bis zu dessen Tode.
Heute ist Wolfgang Seeliger einer der gefragtesten und vielseitigsten Dirigenten des Chor- und Orchesterbereiches in Deutschland. Seit 1982 unterrichtet er als Dozent für Orchesterdirigieren an der Musikhochschule Mannheim und leitet verschiedene Chor-, Orchester- und Dirigentenkurse. Als Leiter des Konzertchors Darmstadt, der auf Originalinstrumenten musizierenden Darmstädter Hofkapelle und des Philharmonischen Orchesters Darmstadt konnte er seit der Gründung im Jahre 1977 viele internationale Erfolge erzielen. Regelmäßig arbeitet er als Gastdirigent im In- und Ausland, u.a. mit den Münchner Philharmonikern, dem Philharmonischen Orchester Tokio, dem Mozarteum-Orchester Salzburg, den Moskauer Sinfonikern, der Staatsoper Lissabon, der Tschechischen Philharmonie Prag sowie mit zahlreichen Rundfunkchören.
Wolfgang Seeliger ist dafür bekannt, dass er seinen Ensembles ein stilistisch umfassendes Repertoire erschließt, das neben den Standardwerken aus allen Epochen auch weniger bekannte und ungewöhnliche Musik beinhaltet. Er entwickelte neue Darstellungsformen für die szenische Umsetzung konzertanter Werke und versucht in der Idee der Darmstädter Residenzfestspiele die verschiedenen Kunstarten gleichrangig kreativ gegenüber zu stellen. Hierzu konnte er bereits bei der Gründung und siebenjährigen Durchführung der Sommerspiele Jagdschloss Kranichstein (Darmstadt) Erfahrungen sammeln.

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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