Jordi Savall: Biographie
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Jordi Savall

Gamibst, Dirigent, Dozent

* 01.08.1941 in Igualadad (Barcelona)

Am 1. August 2016 feiert der spanische Gambist, Musikwissenschaftler und Dirigent Jordi Savall i Bernadet seinen 75. Geburtstag. Er hatte am Conservatori Superior de Música de Barcelona studiert, war Schüler von Wieland Kuijken in Belgien und ab 1968 von August Wenzinger an der Schola Cantorum Basiliensis in Basel. Von 1974 bis 1992 unterrichtete er dort selbst Viola da Gamba. Im selben Jahr gründete er Hespèrion XX (jetzt: Hespèrion XXI), ein Ensemble, das sich speziell dem Repertoire der frühen Musik der iberischen Halbinsel widmete. 1987 gründete er die Capella Reial de Catalunya, die sich auf die Interpretation mittelalterlicher geistlicher Musik spezialisiert hat. 2009 war Savall Gastdozent im „Juilliard Historical Performance Program“ der Juilliard School in New York City. Durch weltweite Auftritte sowie durch umfangreiche Tonaufnahmen hat sich Jordi Savall den Ruf eines bedeutenden Interpreten und Musikwissenschaftlers für Alte Musik erworben. Bereits 1998 hatte er sein eigenes Label „Alia Vox“ gegründet, das bis heute weltweit mehr als 2.000.000 CDs verkauft hat, darunter Ersteinspielungen und Repertoire-Raritäten von Biber, Morales, Victoria, Guerreno und Cabanilles. Zahlreiche seiner Einspielungen sind bis heute Referenzaufnahmen. Er war seit 1968 mit der 2011 verstorbenen Sopranistin Montserrat Figueras verheiratet. Einem größeren Publikum außerhalb der Alte Musik-Szene wurde er bekannt durch die Musik zu dem mehrfach ausgezeichneten französischen Film Die siebente Saite (1991, Regie: Alan Corneau). Außerdem komponierte er die Musik zum Film Marquise – Gefährliche Intrige aus dem Jahr 1997 (Regie: Véra Belmont). Jordi Savall erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, u.a. den Händel-Preis der Stadt Halle (2009), den Internationalen Friedensmusikpreis des Praetorius Musikpreises (2010), den ECHO Klassik (Kammermusik-Einspielung des Jahres 2013), sowie die Ehrendoktorwürde der Universitäten Basel (2013) und Utrecht (2016).

Biographie Diskographie [1]

Biographie

1941
geboren in Barcelona. Im Alter von sechs Jahren wurde er Chorknabe in seiner Geburtsstadt. Ab 1965 erhielt er ersten Musik- und Violoncello-Untericht am Konservatorium in Barcelona.
1969
Studium (Viola da gamba) bei August Wenzinger in der Schola Cantorum Basiliensis.
1974
Nachfolger von Wenzinger in Basel; Gründung des Ensembles Hesperion XX zusammen mit seiner Ehefrau Montserrat Figueras;
1987
Rückkehr nach Barcelona und Gründung des Ensembles La Capella Reial de Catalunya
1989
Gründung des Ensembles Le Concert des Nations; Verleihung diverser Schallplattenpreise für Aufnahmen mit diesen Ensembles
1991
Jordi Savall stellt die Musik zu dem Film Die siebte Saite (Tous les Matins du Monde) von Alain Corneau zusammen, bei dem er auch solistisch mitwirkt; der Film wird mehrfach ausgezeichnet, u.a. auch für die beste Filmmusik
1993
Soundtrack zu dem Film Johann, die Jungfrau von Jacques Rivette und El pájaro de la felicidad von Pilar Miró.
1998
Savall gründet seine eigene Schallplattenfirma Alia Vox, auf der ab sofort die eigenen Aufnahmen erscheinen. Insgesamt umfaßt die Diskographie von Jordi Savall über hundert Einspielungen bei EMI, Astrée Auvidis, von denen zahlreiche Aufnahmen ausgezeichnet wurden.
2009
Gastdozent an der Juilliard School of Music in New York. Auszeichnung mit dem Händel-Preis der Stadt Halle.
2011
Tod der Sopranistin und Ehefrau von Jordi Savall, Montserrat Figueras.
2013
Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Basel.
2016
Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Utrecht.
2017
Beim Festival styriarte Konzert mit dem Orchester Le Concert des Nations und Ballettmusik aus dem Paris des 18. Jahrhunderts zu Ehren der Muse des Tanzes Terpsichore.

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Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

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Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

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