Leonard Bernstein: Biographie
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Leonard Bernstein

* 25.08.1918 in Lawrence (Mass.)
† 14.10.1990 in New York

Biographie Diskographie [3] Texte [2]

Biographie

1918
Leonard Bernstein wird als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer in Lawrence, Massachusetts, geboren. Er studiert an der Harvard University und am Curtis Institute in Philadelphia und ist Schüler von Walter Piston (Komposition). Im Fach Dirigieren hat er Unterricht bei Fritz Reiner und Sergej Kussewitzky.
1943
Assistant Conductors der New Yorker Philharmoniker. Am 14. November übernimmt er kurzfristig ein Konzert für den erkrankten Bruno Walter mit den New Yorker Philharmonikern in der Carnegie Hall. Es wird zum sensationellen Erfolg für den erst 25jährigen Dirigenten.
1943-1944
Assistant Conductor bei den New Yorker Philharmonikern. "On The Town", a musical comedy, Texte von Betty Comden und Adoph Green, entsteht 1944. UA des Balletts "Fancy Free" unter Leitung des Komponisten in der (alten) New Yorker Met.
1946
Europa-Debüt mit Konzerten in London und Prag. Auf dem Programm sehen Werke amerikanischer Komponisten (William Schuman, Samuel Barber, Roy Harris, Aaron Copland), die in Europa nur bei Insidern bekannt sind, sowie die erste Sinfonie von Bernstein "Jeremiah".
1945-1948
Leiter des New York City Symphony Orchestra, Beginn der regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem Israel Philharmonic Orchestra, mit dem er in den folgenden Jahrzehnten immer wieder auf Tournee geht und in Tel Aviv konzertiert.
1951-1955
Musikalsicher Leiter in Tanglewood und Lehrtätigkeit am Berkshire Music Center in Tanglewood.
1952
UA von Charles Ives zweiter Sinfonie. "Trouble in Tahiti", Oper in sieben Szenen, Libretto von L. Bernstein, wird am 12. Juni 1952 an der Brandeis University in Waltham, Mass., uraufgeführt. (Wurde später in "A Quiet Place" übernommen.
1953
Konzert-Tournee durch Italien. Debüt an der Mailänder Scala mit Cherubinis "Medea" und Maria Callas in der Titelpartie. Wieder war es ein kurzfristiges Einspringen für den erkrankten Victor de Sabata. Bernstein war der erste Amerikaner und der jüngste Dirigent, der bis dahin jemals am Pult des Teatro alla Scala gestanden hatte. UA von "Wonderfull Town" in New York, Gesangstexte von Betty Comden und Adolph Green.
1955
Dirigat von Bellinis "La Sonnambula" mit Maria Callas und Puccinis "La Bohème" an der Mailänder Scala.
1956
UA von "Candide" (comic operetta in zwei Akten) in Boston, Libretto von Lillian Hellmann nach Voltaire; Gesangstexte Richard Wilbur, John T. La Touche, Stephen Sontheim und L. Bernstein.
1957
UA des Musicals "West Side Story" in New York, Libretto: Arthur Laurents, Gesangstexte: Stephen Sontheim. Das Werk wird zum Welterfolg.
1957-1958
Dirigent des New York Philharmonic Orcestra, neben Chefdirigent D. Mitropoulos.
1958-1969
Nachfolger von Dimitri Mitropoulos als Chefdirigent bei den New Yorker Philharmonikern.
1963
Die dritte Sinfonie "Kaddish" entsteht. Debüt an der New Yorker Met, wo er zehn Vorstellungen von Verdis "Falstaff" dirigiert.
1966
Debüt an der Wiener Staatsoper mit Verdis "Fallstaff". Wien wird ein Zentrum seines Wirkens.
1965
Entstehung der "Chicester Psalms" für Chor, Knabensolo und Orchester entstehen.
1968
Dirigat des legendären "Rosenkavalier" an der Wiener Staatsoper mit Christa Ludwig als Marschallin.
1969
Am 17. Mai 1969 dirigiert Bernstein das letzte Konzert in seiner Eigenschaft als Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker. Er will sich vermehrt seinen Kompositionen und Gastspielen widmen. Das Orchester ernennt ihn zum Ehrendirigenten auf Lebenszeit. Am 25. Mai leitete er ein Festkonzert zum Hundertjahrfeier der Wiener Staatsoper mit Beethovens "Missa Solmnis".
1970
Dirigat von Beethovens "Fidelio" an der Wiener Staatsoper mit Christa Ludwig aus Anlass der Feiern zum 200. Geburtstag von Beethoven.
1971
UA am 8. September 1971 von "Mass", einem Auftragswerk der Familie des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy zur Eröffnung des Kennedy Center for the Performing Arts in Washington.
1973
Europäische UA von "Mass" am 25. Juni im Konzerthaus Wien unter Leitung des Dirigenten John Mauceri. Im gleichen Jahr dirigiert Bernstein die "Mass" an der New Yorker Metropolitan Opera. Im November beginnen seine Vorlesungen über Musik an der Havard-Universität, die ab 1976 im amerikanischen TV ausgestrahlt werden.
1974
Dirigat von zwei Gedenkkonzerten für Serge Koussevitzky, der am 13. Juni 1974 hundert Jahre alt geworden wäre. Am 15. und 17. Oktober dirigiert er in München das Symphonieorchester des BR in Benefiz-Konzerten zugunsten von Amnesty International. Solist der Konzerte ist Claudio Arrau.
1976
UA von "1600 Pennsyvania Avenue" (Musical in zwei Akten) in Philadelphia. Erstes "Leonard Bernstein Festival" an der Butler University in Indianapolis vomn 17. bis 22. Februar 1976.
1977
30jähriges Jubiläum der Freundschaft zwischen dem Israel Philharmonic Orchestra und dem Dirigenten und Komponisten. Erstes Europäisches "Leonard Bernstein Festival" in Wien mit Vorträgen, Filmvorführungen und Konzerten.
1978
Festliches Konzert anläßlich des 60. Geburtstags von L. Bernstein am 25. August 1978 in Wolf Trap, Virginia, mit Yehudi Menuhin, André Previn und Mstislaw Rostropowitsch und dem National Symphony Orchestra of Washington.
1981
Konzertante Aufführung (mit TV- und Schallplattenaufzeichnung) von Wagners "Tristan und Isolde" konzertant im Münchner Herkulessaal mit dem Symphonieorchester des BR am 11.1.1981 (1. Akt) mit Hildegard Behrens in der weiblichen Titelrolle und Peter Hoffmann als Tristan, Yvonne Minton und Bernd Weikl. Am 27.4.1981 folge der zweite, am 10.11.1981 der dritte Akt.
1982
Dirigat von Gedenkkonzerten aus Anlass des 100. Geburtstags von Igor Strawinsky, Leitung eines Strawinsky-Festivals in Israel, Tournee mit den Wiener Philharmonikern.
1983
UA von "A Quiet Place" in Houston, Texas. "Touble in Tahiti" wurde in Form einer Rückblende in "A Quiet Place" textlich und musikalisch integriert.
1984
Die Oper "A Quiet Place" wird nach der Umarbeitung durch die Autoren am Teatro alla Scala am 19. Juni 1984 und am 22. Juli 1984 am Kennedy Center Opera House aufgeführt. Schallplattenaufnahme für DG von "West Side Story" unter Leitung des Komponisten mit Kiri Te Kanawa und José Carreras in den Hauptrollen.
1986
Europäische UA der Oper "A Quiet Place" unter Leitung des Komponisten an der Wiener Staatsoper. Vom 29. April bis 11. Mai veranstaltete das Londoner Barbican Centre ein "Bernstein Festival", bei dem Bernstein selbst ein Konzert leitete, bei dem Königin Elizabeth II. und der Herzog von Edinburgh anwesen sind. Im gleichen Sommer unterstützt er durch seine Mitwirkung als Dirigent und Orchestererzieher das neu gegründete Schleswig-Holstein Musik Festival. Komposition von "Jubilee Games" aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens des Israel Philharmonic Orchestra.
1987
Deutsche Erstaufführung von "A Quiet Place" am 8.3. 1987 in Bielefeld in der deutschen Fassung (Ruh und Frieden).
1988
Am 28.5. dirigiert John Mauceri in Glasgow die Premiere für eine neu eingerichtete Fassung von "Candide". Die Wiener Philharmoniker gastieren unter Bernsteins Leitung erstmals in Israel. Im Juli dirigiert Bernstein drei Konzerte mit dem Jugendorchester des Schleswig-Holstein Musik Festivals in Moskau. Am 1.7.1988 wird Bernsteins "Mass" erstmals in einem osteuropäischen Land aufgeführt, und zwar in Budapest. Vom 25. bis 28. Juli feiert Tanglewood seinen 70. Geburtstag mit zahlreichen Künstlern und Weggefährten.
1989
UA von "Arias und Barcarolles" am 29.4. in Tel Avivi. Im Sommer kehrte Bernstein wieder zum Schleswig Holstein Musik Festival uns einer Orchesterakademie zurück.
1990
Leonard Bernstein stirbt am 14. Oktober 1990 in New York.

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