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Klangkultur

Finale im Fach Viola beim 67. Musikwettbewerb der ARD

Diyang Mei

Diyang Mei
Foto: Daniel Delang, BR

Gestern fand das letzte Finale beim diesjährigen Musikwettbewerb der ARD statt, bei dem drei Finalisten um die begehrten Preise spielten. Zur Auswahl standen die Viola-Konzerte von Walton, Bartók und Hindemith, Glanzstücke des Repertoires, wobei sich die Teilnehmer für die beiden letztgenannten entschieden und dabei vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der animierten Leitung von Joseph Bastian begleitet wurden.

Der jüngste Teilnehmer, der erst zwanzigjährige Takehiro Konoe aus Japan, hatte sich für das Hindemith-Konzert Der Schwanendreher entschieden und spielte es technisch bravourös und musikantisch. Leider war ihm die Anspannung anzumerken – nur allzu verständlich nach den zurückliegenden Wettbewerbsrunden. Diyang Mei aus China spielte das schwierigere aber auch interessantere Bartók-Konzert op. posth. Sz 120 und fesselte mit seinem schwerelosen Spiel, seiner Gestaltungskraft und Klangkultur in jedem Moment. Stürmischer Applaus belohnte ihn für diese absolut preiswürdige Darbietung. Nach der Pause erklang noch einmal das Hindemith-Konzert und fast konnte man glauben, ein anderes Werk als zu Beginn zu hören, denn Yucheng Shi aus China war ein eminenter Virtuose, mit reichem Klangspektrum und viel Sinn für die motivisch-thematischen Aspekte des Werkes.

Die Jury bewertete die Leistungen der Finalisten folgendermaßen: Der erste Preis und der Publikumspreis gingen verdientermaßen an Diyang Mei, der außerdem den Preis für die beste Interpretation der Auftragskomposition von Konstanzia Gourzi erhielt. Den zweiten Preis erhielt Yucheng Shi und den dritten Preis erspielte sich Takehiro Konoe. Besonders erfreulich ist es, dass in diesem Jahr in allen vier Kategorien erste Preis vergeben wurden.

Mit den beliebten Preisträgerkonzerten, in den sich die Teilnehmer nochmals dem Publikum vorstellen, endet der diesjährige Wettbwerb. Sie finden am 19. September mit dem Münchner Rundfunkorchester unter der Leitung von Andriy Yurkevych um 20 Uhr im Prinzregententheater statt, sowie am 20. September mit dem Münchener Kammerorchester um 20 Uhr im Prinzregententheater und am 21. September um 20 Uhr mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung Joseph Bastian im Herkulessaal der Residenz (Karten über BR und München-Ticket).

Marie-Luise v. Schuckmann [17.9.2018]

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