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Oper Leipzig

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Augustusplatz 12
D 04109 Leipzig
Sachsen
Tel.:0341 / 1261-261
Fax:
eMail → service@oper-leipzig.de
Homepage: → www.oper-leipzig.de
Ticketinfo:
Spielstätten: Arena Leipzig
Gohliser Schlösschen
Haus Dreilinden
Kellertheater
Musikalische Komödie
Oper
Schauspielhaus
Werkstatt
Zoowiese im Rosental

Geschichte

Die Operngeschichte Leipzig nahm im Jahre 1693 mit der Einweihung des Alten Theaters am Brühl unter Kapellmeister Nicolaus Adam Strungk ihren Anfang. Um 1701 übernahm dann Georg Philipp Telemann die „Direction über die Opern“. Nicht allzu lange hatte die Oper in Leipzig in diesem Haus ihre Heimstatt, denn bereits im Jahre 1720 fand hier die letzte Vorstellung statt, neun Jahre später wurde der Holzbau abgerissen. Natürlich gab es auch weiterhin Musiktheater in der Stadt, vor allem durch Gastspiele italienischer Operntruppen, jedoch fanden diese an wechselnden Spielstätten statt. Die Aufführung von Der Teufel ist los durch die Kochsche Theatertruppe 1752 gilt als die Geburtsstunde des deutschen Singspiels. 1766 wurde dann auf der Ranstädter Bastei ein neues Theater eröffnet, das vor allem Singspiele des Komponisten und Gewandhauskapellmeisters Johann Adam Hiller spielte; die Entwicklung führte bis hin zur „comischen Oper“ Die Jagd.

Den Grundstein für das Leipziger Mozart-Repertoire legte Bondinis Operntruppe mit der 1783 – also ein Jahr nach der Wiener Uraufführung – in Leipzig gegebenen Aufführung von Mozarts Die Entführung aus dem Serail. Es folgten Don Giovanni, Die Hochzeit des Figaro, Così fan tutte und Die Zauberflöte. 1817 erfolgte dann der Umbau des Theaters auf der Ranstädter Bastei und die Wiedereröffnung als „Theater der Stadt Leipzig“ mit einer durchgängigen Spielzeit. Pächter war Theodor Küstner, gespielt wurde sowohl Schauspiel als auch Oper. Besonderes Augenmerk galt in dieser Zeit der deutschen Oper; zur Aufführung kamen vor allem Werke von Louis Spohr und Carl Maria von Weber.

Von 1829-1832 übernahm der Sächsische Hof das Leipziger Stadttheater als Sächsisches Hoftheater, doch bereits 1833 wurde das Haus wieder als Privatunternehmen geführt. Albert Lortzing wirkte hier als Sänger und Schauspieler, Opernregisseur, Kapellmeister und Komponist. 1876 übernahm August Förster die Direktion am Augustusplatz und machte Angelo Neumann zum Operndirektor und Leiter der Administration. Er setzte sich besonders für den ersten Zyklus von Wagners Ring des Nibelungen außerhalb Bayreuths ein. 1879 wurde Arthur Nikisch als Kapellmeister verpflichtet. Von 1886-1888 arbeitete auch Gustav Mahler als Opernkapellmeister in Leipzig.

1912 wurde dann schließlich das Pachtsystem aufgegeben und die Stadt Leipzig übernahm die städtischen Theater in eigener Regie. Erster Intendant war Max Martersteig. Bedeutung erlangten vor allem die Mozart-Aufführungen von Ernst Lert. 1924 wurde Gustav Brecher zum Generaldirektor ernannt, Walter Brügmann zum Operndirektor.

Nach der Zerstörung des Neuen und des Alten Theaters durch das Bombardement Leipzigs im Jahre 1943 bespielte man die Behelfsbühne „Drei Linden“. Mit Wagners Meistersinger von Nürnberg wurde das im Originalstil der Erbauungszeit wiederaufgebaute Neue Leipziger Opernhaus am Augustusplatz 1960 wiedereröffnet. Die Herz-Inszenierung gilt heute als wichtiger Neuansatz für die lebendige Wagner-Interpretation, ebenso dessen 1976 zum einhundertjährigen Jubiläum der ersten Bayreuth-Aufführungen einstudierte Ring-Inszenierung. Nach der politischen „Wende“ hatte 1990 der Komponist Udo Zimmermann die Leitung der Oper Leipzig übernommen. Der aus Dresden stammende Künstler setzte unter dem vielpropagierten Motto „Oper im Aufwind“ auf ein avanciertes Konzept anspruchsvollen Musiktheaters, mit dem er seit Beginn seiner Intendanz Aufsehen erregte.

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