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Aalto Musiktheater Essen

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Rolandstraße 10
D 45128 Essen
Nordrhein-Westfalen
Tel.:0201/8122-200
Fax:0201/8122-201
eMail → infoaalto@theater-essen.de infoaalto@theater-essen
Homepage: → www.theater-essen.de
Ticketinfo:Telefonische Kartenbestellung:
Mo 9.00-16.00 Uhr
Di-Fr 9.00-19.00 Uhr
Sa 09.00-15.00 Uhr
Spielstätten: Aalto-Theater
Casa Nova I
Casa Nova II
Grillo-Theater

Geschichte:

Das Aalto-Musiktheater Essen gehört zu den relativ jungen Theaterbauten in Deutschland: erst am 25. September 1988 wurde das Haus feierlich eröffnet; die Planungen für einen Theaterbau gehen allerdings bis in das Jahr 1959 zurück. Den damals ausgeschriebenen Wettbewerb für den Neubau eines Opernhauses gewann Alvar Aalto mit seiner Konzeption aufgrund seiner „hervorragenden künstlerischen Qualität mit großem Abstand vor den übrigen Architekten.“ Zwischen 1964 und 1976 wurde die im Wettbewerb vorgestellte Konzeption unter Berücksichtigung veränderter Programmvorgaben überarbeitet, ehe 1979 vom Rat der Stadt Essen der endgültige Beschluß gefaßt wurde, das Theater nach den Plänen von Alvar Aalto zu bauen. Am 15. November 1983 erfolgte der erste Spatenstich.

Aus akustischen Gründen wurde das Gebäude in 16 vollständig voneinander getrennten Einzelbauteilen hergestellt. Aus terminlichen und wirtschaftlichen Gründen sind mehr als 50% der Decken und Brüstungen und mehr als 20% der Unterzüge und Treppenläufe als Betonfertigteile eingebaut worden. Das Richtfest konnte am 15. August 1985 gefeiert werden, im Juli 1986 war die Fassade (Natursteinplatten und Fenster) geschlossen und das Kupferfalzdach fertiggestellt. Ab Januar 1988 konnte das Theatergebäude abschnittsweise durch die Theater & Philharmonie Essen GmbH bezogen werden.

Aus dem Theaterneubau wurde ein architektonisches Wahrzeichen von internationalem Format. In die ersten Skizzen Alvar Aaltos (3.2. 1898-11.5.1976) fanden Eindrücke Eingang, die der Architekt im Amphitheater zu Delphi erhielt. „Starre Normen“ existierten für den finnischen Architekten nicht. Seinem Begriff der „Humanen Architektur“ lag die Überzeugung zugrunde, daß die Form des jeweiligen Bauwerks „aus den Lebensvorgängen begründbar sein soll.“ Aus dem monolithischen Baukörper des ersten Entwurfs entwickelte sich – den bühnentechnischen Erfordernissen folgend – die endgültige zweistufige Form, die sich die Natur zum Vorbild genommen hat und an ein Felsmassiv oder einen Baumstumpf erinnert. Der sonst übliche Bühnenturm fehlt – der bühnentechnisch notwendige Arbeitsraum ist in die plastische Gesamtform integriert. Die Asymetrie der Raumform wird durch die schwungvolle Außenfassade betont, die wiederum ihre Entsprechung in den weit geschwungenen Rängen des Zuschauerraums findet.

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