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Südostbayerisches Städtetheater Passau

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Steinbachstr. 62
D 94036 Passau
Bayern
Tel.:0851 - 929 19 -66
Fax:0851-929 1 -33
eMail → Stadttheater.Passau@t-online.de
Homepage: → www.suedostbayerisches-staedtetheater.de
Ticketinfo:Öffnungszeiten:
Di. - Fr. 10.00 - 12.30 Uhr und 16.00 - 17.30 Uhr
Spielstätten: Fürstbischöfliches Opernhaus Passau
Stadttheater
Stadttheater

Geschichte:

Genau genommen verdankt das Fürstbischöfliche Opernhaus Passau seine Entstehung dem spanischen Hallenballspiel. Fürstbischof Leopold Wilhelm von Österreich ließ nämlich 1645 nahe des Inns „am Sand“ ein Ballhaus zur Ausübung dieses Zeitvertreibs errichten. Die Stadtbrände von 1662 und 1680 gingen auch am Ballhaus nicht spurlos vorüber. Und so baute Fürstbischof Sebastian Graf v. Pötting das schwer beschädigte Gebäude wieder auf und integrierte auch das in späteren Zeiten sogenannte „Intendantenstöckl“ in den Ballhauskomplex. Als dann in der Mitte des 18. Jahrhunderts das spanische Ballspiel unmodern geworden war, ließ Kardinal Fürstbischof Ernst Leopold von Firmian den nunmehr leerstehenden Saal von seinem Musikdirektor Graf von Trapp in ein provisorisches Hofkomödien- und Hofopernhaus umwandeln. Zutritt hatte nur die privilegierte Oberschicht: die Hofgesellschaft, der Adel, allenfalls noch das ratsfähige Stadtpatriziat. Der Fürstbischof (und spätere Kardinal) Joseph Anton Graf Auersperg machte schließlich 1783 aus der Hofbühne eine dem ganzen Volk offenstehende „moralische Bildungsanstalt“. Sein Hofbaudirektor Johann Georg Hagenauer fügte der östlichen Schmalseite das Fürstenfoyer an und gestaltete den Innenraum mit großartigen frühklassizistischen Motiven. Nach einer nur drei Monate in Anspruch nehmenden Umbauzeit wurde das Opernhaus mit Anton Schweitzers Alceste wiedereröffnet.

Im Zuge der Säkularisation ging das Haus 1803 als „Churfürstliches Theater“ in den Besitz des bayerischen Staates über. 1806 wurde es dann in „Königliches Theater“ umbenannt. Wegen feuerpolizeilicher Mängel mußte man das Haus nach einer umfassenden Innenrenovierung und der Einführung des Gaslichtes 1882 schließen. Das Opernhaus wurde schließlich von der Stadt Passau erworben und nach weiteren umfangreichen Instandsetzungsarbeiten als „Stadttheater“ wiedereröffnet. 1950 mußte jedoch das Haus wegen finanzieller Schwierigkeiten erneut schließen.

Der Stadtrat und Heimatpfleger Gottfried Schäffer entdeckte 1960 die ehemalige frühklassizistische Ausmalung des Opernhauses. Unter der Leitung des Hauptkonservators Dr. Johannes Taubert vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege wurde daraufhin die originale Dekoration von 1783 freigelegt und rekonstruiert. Nach zweijähriger Umbauzeit eröffnete man 1991 den ersten Bauabschnitt des sanierten Theaters. Nach den Plänen von Architekt Hans Schroth war ein völlig neues Bühnenhaus mit Seiten- und Hinterbühne entstanden, wobei der barocke Dachstuhl des Intendantenstöckls ebenso erhalten blieb wie die Tonnengewölbe und alten gotischen Holzbalkendekken. Der Plafond des Zuschauerraums wurde erhöht und als Abendhimmel gestaltet.

(Literaturhinweis: Gottfried Schäffer, Fürstbischöfliches Opernhaus Passau, München 1971; Theater im Fürstbischöflichen Opernhaus, Festschrift zur Wiedereröffnung des Theaters, Passau 1991)

Südostbayerisches Städtetheater

Nachdem das Fürstbischöfliche Opernhaus Passau ebenso wie das Stadttheater in Landshut 1949/50 in eine wirtschaftliche Krise geraten war und auch die Stadt Landshut den Beschluß gefaßt hatte, das Theater in eigener Regie aufzugeben, wurde 1952 der Zweckverband eines „Niederbayerischen Städtebundtheaters“ gegründet. Der später in „Südostbayerisches Städtetheater“ umbenannte Verbund umfaßte die Städte Passau, Landshut und Straubing, später auch den Bezirk Niederbayern.

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