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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Christian-Zais-Str. 3
D 65189 Wiesbaden
Hessen
Tel.:
Fax:
eMail
Homepage: → www.staatstheater-wiesbaden.de
Ticketinfo:
Spielstätten: Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Kurhaus, Friedrich von Thiersch Saal

Geschichte

Eröffnet wurde das von den Wiener Architekten Fellner und Helmer im neobarocken Stil erbaute Theater am 16. Oktober 1894. Da man - auch damals schon - sparen wollte, hatte man beim ursprünglichen Bau auf ein Foyer verzichtet. Dann aber wurde das Gedränge doch zu groß, und so entschloß man sich zum nachträglichen Bau eines prächtigen Foyers, den man sich noch einmal 600.000 Mark kosten ließ. Am 10. Mai 1902, rechtzeitig zum Beginn der 7. Wiesbadener Festspiele, übergab der Architekt Felix Genzmer sein Werk der Öffentlichkeit. Der Neo-Rokoko-Stil der Innenausstattung orientiert sich an den Prunkschlössern in Bruchsal, Brühl und Würzburg.

Mit Richard Wagners Tannhäuser wurden 1896 die ersten Maifestspiele ins Leben gerufen. Das Besondere dieser – nach Bayreuth – ältesten deutschen Festspiele sind die repräsentativen Gesamtgastspiele aus vielen Ländern: Opern, Ballette und Schauspiel. In jüngerer Zeit halten die Festspiele auch für die jüngsten Besucher sowie für die Freunde des Liedes, der Kammermusik und der musikalischen Moderne ein ansprechendes Programm bereit.

Überhaupt fühlt man sich in Wiesbaden der Pflege der zeitgenössischen Musik in besonderem Maße verpflichtet. Bei den Maifestspielen 1992 etwa standen innerhalb von zehn Tagen zwei Uraufführungen auf dem Programm: Der Park von Hans Gefor und Bericht vom Tod des Musikers Jack Tiergarten von Johannes Kalitzke. Darüber hinaus gehört das Ausgraben zu unrecht vergessener Werke zu den Wiesbadener Spezialitäten. Zu erwähnen wäre hier die Wiederentdeckung der Erstfassung von Schrekers Spielwerk und Prinzessin, Cavallis L’Ormindo, Kienzls Evangelimann und Rimsky-Korssakoffs Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch.

Der erste Generalintendant des Wiesbadener Theaters war Georg von Hülsen (1893-1903). Aus der Fülle der Persönlichkeiten, die dem Haus fest verbunden waren seien genannt die Intendanten Carl Hagemann, Paul Bekker und Claus Helmut Drese, die Regisseure Karl Heinz Stroux und Hansgünther Heyme sowie die Dirigenten Otto Klemperer und Wolfgang Sawallisch. Auch Hans Werner Henze wirkte in Wiesbaden zwei Jahre lang als Repetitor und Kapellmeister und komponierte zur Eröffnung des Kleinen Hauses (1950) die Symphonischen Variationen.

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