Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Saarländisches Staatstheater Saarbrücken

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Schillerplatz 1
D 66111 Saarbrücken
Saarland
Tel.:0681 -3092-0
Fax:0681 - 3092 - 416
eMail → kasse@theater-saarbruecken.de
Homepage: → www.theater-saarbruecken.de
Ticketinfo:
Spielstätten: Alte Feuerwache
Kongresshalle
Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
Theater Arnual

Geschichte

Mit dem Bau eines Schauspielhauses in Saarbrücken im Jahr 1787 durch Graf Ludwig wurde die Saarbrücker Theatertradition begründet. Nachdem auch das am 18. Februar 1897 mit Ambroise Thomas’ Oper Mignon eröffnete Alte Stadttheater in der Stengelstraße zu klein geworden war und den Bedürfnissen nicht mehr genügte, wurde ein Theaterneubau ins Auge gefaßt. Von den NS-Größen nach der Saarabstimmung vom 13. Januar 1935 versprochen, ließ der endgültige Bescheid bis zum 12. Mai 1936 auf sich warten. Das damalige Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda teilte mit: „Die Stadt baut das Theater, das Finanzministerium stellt der Stadtverwaltung für 1936 rund zwei Millionen Reichsmark zur Verfügung.“

Mit dem Bau wurde der Architekt und Baumeister Professor Paul Baumgarten beauftragt. Dieser hatte schon am 23. März 1936 die fertigen Pläne vorgelegt, so daß bereits im April 1937 die Stahlkonstruktion auf das Fundament aufgesetzt werden konnte. Am 16. September 1937 wurde das offizielle Richtfest gefeiert und ein Jahr später, am 9. Oktober 1938 konnte das neue Theater eingeweiht werden. Vor dem Hintergrund des erst wenige Tage zuvor vollzogenen Anschlusses des Sudetenlandes an das Deutsche Reich, nutzten die nationalsozialistischen Machthaber die Einweihung des Saarbrücker Theaters zu einem wahren Polit-Spektakel. Joseph Goebbels verlieh „Deutschlands neuestem und modernstem Theater“ den Namen Gautheater Saarpfalz. Neben Goebbels und anderen Größen des Dritten Reiches wohnten an diesem Abend Hitler und auch Himmler der Festaufführung von Richard Wagners Fliegendem Holländer bei.

Nicht einmal vier Jahre nach seiner Eröffnung wurde das neue Theater am Saarufer während des ersten Fliegerangriffs auf Saarbrücken in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli 1942 schwer getroffen. Der Zuschauerraum brannte aus und auch die Technik wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Nach der Sommerpause nahm man den Spielbetrieb im Städtischen Saalbau am Neumarkt wieder auf, der bereits zu Ende des 19. Jahrhunderts als Theater gedient hatte. Hier half man dem Publikum, bei leichter und – schenkt man Berichten von Zeitzeugen Glauben – auch spritzig servierter Operettenkost wenigstens für einige Stunden die Nöte des Krieges zu vergessen. Doch am 27. Mai 1944 wurde der Saalbau durch Bomben zerstört und dem neuen Theaterbau durch Fliegerangriffe in den Wintermonaten 1944/45 noch schwerere Schäden zugefügt.

Nach dem Krieg bemühte man sich in Saarbrücken zunächst einmal um eine behelfsmäßige Spielmöglichkeit: die linke Seitenbühne wurde als Zuschauerraum eingerichtet und bereits am 9. Mai 1946 zeigte man Hofmannsthals Großes Welttheater. Während der folgenden zwei Jahre des Wiederaufbaus gastierte das Schauspiel gelegentlich im Johannishof, die Oper in der Wartburg. Am 6. März 1948 konnte schließlich das Große Haus als Stadttheater Saarbrücken mit Mozarts Zauberflöte wiedereröffnet werden. Als 1968 das Land die Hälfte der Subventionen übernahm wurden gleichzeitig auch Überlegungen angestellt, eine neue Rechtsform für das Stadttheater zu finden. Am 13. Oktober 1971 trat dann der Zweckverband „Saarländisches Staatstheater“ zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. 1988 verließ die Stadt Saarbrücken den Zweckverband wieder, gleichzeitig übernahm das Land die gesamte Trägerschaft und Martin Peleikis wurde Gründungsintendant der geplanten Staatstheater GmbH. 1988 begannen auch die Arbeiten zur Umgestaltung des Zuschauerraums und der Foyerbereiche sowie des Außenanstrichs des Theatergebäudes. Ein Jahr später, 1989, wurde die Rechtsform des Staatstheaters in Saarländisches Staatstheater GmbH geändert und das Saarländische Landestheater von der Staatstheater GmbH übernommen.

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc
Film La Mélodie