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Sächsische Staatsoper Dresden

Opernhäuser insgesamt: 117

 

Theatergeschichte ↓ zur Geschichte des Opernhauses

Anschrift:
Deutschland
Theaterplatz 12
D 01067 Dresden
Sachsen
Tel.:0351 / 49 11 705
Fax:0351 / 49 11 700
eMail → E-Mail bestellung@semperoper.de
Homepage: → www.semperoper.de
Ticketinfo:
Spielstätten: Kleine Szene
Semperoper

Geschichte

Bis in das Jahr 1548 geht die Geschichte des Dresdner Opernorchesters – der heutigen Sächsischen Staatskapelle Dresden – zurück. Damals nämlich wurde die Dresdner Hofkapelle als „Cantorei“ gegründet. Als Gründungsurkunde gilt die am 22. September 1548 erlassene „Cantoreyordnung“ des Kurfürsten Moritz von Sachsen. 1549 erfolgte dann die Verpflichtung der ersten Instrumentalisten. 1613 begann die Gasttätigkeit von Michael Praetorius in Dresden.

Damit gehört die Sächsische Staatskapelle zu den ältesten Opernorchestern der Welt. Daß die Dresdner Kapelle darüber hinaus unbestritten zum ältesten Opernorchester Deutschlands wurde, verdankt sie Heinrich Schütz. Dessen Pastoral Tragicomoedia von der Dafne auf einen Text von Martin Opitz wurde 1627 mit Musikern der Dresdner Hofkapelle auf Schloß Hartenfels bei Torgau uraufgeführt. Dieses Werk gilt als erste deutsche Oper überhaupt, es ist allerdings nur noch der Text überliefert, das Notenmaterial gilt als verschollen.

Im Jahre 1667 erhielt Dresden schließlich sein erstes festes Opernhaus am Taschenberg. Es wurde erbaut von Wolf Caspar von Klengel. August der Starke bescherte Dresden 1719 ein zweites, noch prächtigeres Opernhaus, das sogenannte Pöppelmannsche Große Opernhaus am Zwinger. 1733 wurde Johann Adolf Hasse als Kapellmeister nach Dresden verpflichtet. Er führte in Dresden die italienische Oper auf ein hohes künstlerisches Niveau, wobei er sich auf ein leistungsfähiges Musikerensemble stützen konnte, das mit 48 Musikern doppelt so groß war wie die Kapelle von Joseph Haydn in Esterházy und nachweislich größer als das damals berühmte Mannheimer Orchester. Rousseau nannte die Orchesteraufstellung Hasses „mustergültig“. Auch der Name Johann Sebastian Bach ist mit Dresden verbunden: Er wurde 1736 „Compositeur bey der Königl. Hof Capelle“.

1817 gründete man innerhalb der Dresdner Hofoper ein „deutsches Département“ und berief Carl Maria von Weber zu dessen Leiter. Webers Wirken war gekennzeichnet von einem intensiven Bemühen um die deutsche Oper. Er setzte eine neue Orchesteraufstellung durch, die dem Zweck dienen sollte, „daß kein Instrument wirkungslos versteckt stehe.“ Es ist wohl eine Ironie des Schicksals, daß Webers Hauptopern – Der Freischütz, Euryanthe und Oberon – zwar in Dresden komponiert, nicht aber in Dresden uraufgeführt wurden. 1832 fand die letzte Vorstellung der italienischen Hofoper statt.

1838 begannen die Bauarbeiten zum ersten Hoftheater von Gottfried Semper am heutigen Theaterplatz, der sog. Semperoper, die 1841 eröffnet werden konnte. Anstelle der klassizistischen Antikenrezeption hatte Gottfried Semper die italienische Renaissance als Ideal vor Augen. Ausdruck dieses Ideals ist das Dresdner Opernhaus, dessen äußere Gestaltung der inneren Anlage entsprechen sollte. Die Grundrißgestaltung, die Entwicklung der Form aus der inneren Zweckmäßigkeit heraus waren richtungsweisend. 1843 wurde Richard Wagner zum Kapellmeister an die Dresdner Oper berufen. Eine epochemachende Aufführung von Beethovens neunter Sinfonie unter Richard Wagner begründete die Tradition der „Palmsonntags-Neunten“.

1854 wurde in Dresden der erste Tonkünstler-Verein zur Pflege der Kammermusik ins Leben gerufen und 1856 gründete der Kapellmusiker Friedrich Tröstler das erste Dresdner Konservartorium. Von 1858 an fanden in Dresden regelmäßige Sinfoniekonzerte im Abonnement statt. 1878 konnte das zweite Opernhaus von Gottfried Semper eröffnet werden, nachdem das erste 1869 durch einen Brand zerstört worden war. Ernst von Schuch, ab 1872 als Kapellmeister tätig, führte das Dresdner Haus zu Weltruhm. In seine Ägide fallen etwa 100 szenische Erstaufführungen sowie 50 Uraufführungen, darunter zahlreiche Opern von Richard Strauss. Die erste Begegnung mit ihm fand 1882 im Tonkünstler-Verein statt und mündete 1901 in den Beginn der Uraufführungsserie von Strauss-Opern. 1923 wurde die Orchesterschule der Sächsischen Staatskapelle gegründet. Das Jahr markierte gleichzeitig den Beginn der Tätigkeit der Sächsischen Staatskapelle für die Schallplatte. Die letzte Vorstellung der Semperoper vor dem Zweiten Weltkrieg fand am 31. August 1944 statt. Am 1. November desselben Jahres wurde zudem der Tonkünstler-Verein verboten. Durch die Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 wurden alle Spielstätten der Dresdner Theater völlig zerstört. Die Staatskapelle evakuierte man nach Bad Brambach und Bad Elster. Das erste Sinfoniekonzert fand bereits am 16. Juli 1945 im Kurhaus in Bühlau statt, und die erste Opernvorstellung nach dem Kriege ging am 10. August 1945 in der ehemaligen Tonhalle über die Bühne. 1948 – zum 400jährigen Jubiläum der Staatskapelle – wurde das wiederaufgebaute Schauspielhaus als „Großes Haus“ eröffnet. 1951 fand die erste Requiem-Aufführung zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens statt. Ein Jahr später fand auch die Tradition des Tonkünstler-Vereins durch die Kammermusik der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Arthur Tröber seine Fortsetzung, und 1954 wurde die internationale Reisetätigkeit des Orchesters wieder aufgenommen. Die Eröffnung des Kulturpalastes in Dresden hatte zur Folge, daß fortan alle Sinfoniekonzerte der Dresdner Staatskapelle hier stattfanden. Am 40. Jahrestag ihrer Zerstörung, also am 13. Februar 1985, wurde in Dresden die Eröffnung der wiederaufgebauten Semperoper gefeiert. Mit der Neubildung des Freistaates Sachsen nach den politischen Umwälzungen erfolgte schließlich im Jahre 1991 die Rückbenennung der „Staatskapelle Dresden“ in „Sächsische Staatskapelle Dresden“.

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