Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Im Fokus

Interpreten und Ensembles präsentieren sich

Duo Praxedis (Harfe - Klavier)

Duo Praxedis (Harfe - Klavier)

Duo Praxedis

www.piano-harp.com

Disko Presse Foto

Duo Praxedi (Harfe - Klavier)

Seit der Gründung im Jahr 1996 begeistert das Schweizer Mutter-Tochter-Duo Praxedis Hug-Rütti (Harfe) und Praxedis Geneviève Hug (Klavier) in seiner ungewöhnlichen Besetzung sowohl Presse als auch Publikum. Bei paladino music erschien mit „From Praxedis with Love“ nun das siebte Album des Duos. Zur Zeit der Frühklassik war die Kombination Harfe und Klavier eine beliebte kammermusikalische Besetzung. Leider ging diese Tradition mit der Zeit immer mehr verloren. Das Duo Praxedis möchte diese Zusammensetzung wieder aufleben lassen. Ihr Spiel profitiert dabei von der innigen Beziehung beider Interpretinnen.

Mit Ihrer Diskographie präsentieren Sie uns Schätze einer außergewöhnlichen Kammermusikbesetzung. Wie stoßen Sie auf diese wunderbare Musik?

Als wir 1996 von einem Schweizer Orchester angefragt wurden, Bachs Doppelkonzert BWV 1060 mit Harfe und Klavier konzertant aufzuführen, sind wir zum ersten Mal auf den Gedanken gekommen, daraus ein Duo zu gründen. Es hat dann einige Jahre gedauert bis wir erneut angefragt wurden, ein Duo-Rezital Harfe und Klavier zu spielen. Diese beiden Anlässe bildeten jedoch den Grundstein zur definitiven Zusammenarbeit. Bevor wir nach Original-Werken recherchierten, arrangierten wir ursprünglich mehrheitlich bekannte Werke für zwei Klaviere. Nachdem wir jedoch in verschiedenen internationalen Bibliotheken auf unzählige Originalwerke gestoßen sind, fanden wir heraus, dass die Kombination von Harfe & Klavier im Duo eine lange Geschichte hat, da diese Besetzung bereits ca. 1700 sehr beliebt war. Bekannte Beispiele dafür sind die Kompositionen von J. N. Hummel, John Thomas, Charles Obertür, Henri Steil, Parish-Alvars u.a.. Jean-François Dizi, Mitbegründer der modernen Konzertharfe mit Johann Kalkbrenner, sowie E. Parish-Alvars und Carl Czerny bildeten renommierte Duos zur Zeit der Romantik, welche regelmäßig Konzerte gaben. Immer wieder stoßen wir auch auf Neuentdeckungen.

Zudem vergeben wir zweimal im Jahr Kompositionsaufträge an zeitgenössische Schweizer Komponisten, um auch in der heutigen Zeit diese Besetzung in der Musikliteratur weiterzuführen und fest zu verankern.

Wie ist es zur aktuellen CD „From Praxedis with Love“ gekommen? Wo haben Sie diese CD aufgenommen?

Die aktuelle CD ist eine Hommage an Paul Hug, Ehemann und Vater der Musikerinnen, anlässlich seines 80. Geburtstages. Es sind alles seine Lieblingswerke, welche das Duo Praxedis exklusiv für die CD arrangiert hat. Die Aufnahmen wurden in der Schweiz gemacht. Die aktuelle CD beginnt direkt mit drei Opernouvertüren.

Was fasziniert Sie an der Oper besonders und wie können Sie musikalische Akzente mit der Besetzung aus Klavier und Harfe setzen?

Die beiden Instrumente besitzen eine besonders nahe Verwandtschaft, da beide mit Saiten gespielt werden, und sind doch so unterschiedlich, einmal gezupft und einmal mit Hämmern geschlagen. Beide Instrumente verstehen sich als Orchesterklang, wobei die Harfe besonders gut zur Oper paßt.

Frau Praxedis Hug-Rütti, Ihre Harfe kann einen voluminösen Klangteppich, aber auch ein nuanciertes Timbre erzeugen. Wie würden Sie das Zusammen- und Wechselspiel mit dem Klavier beschreiben, wie verhält es sich mit der klanglichen Balance?

Harfenistisch gesehen sind einige der Bearbeitungen ziemlich virtuos, da viel Chromatik darin vorkommt. Als ehemalige Pianistin ist es mein Ziel, auf der Harfe einen ebenso vollen und differenzierten Ton wie auf dem Klavier zu erzeugen. Erstaunlicherweise haben wir die Erfahrung gemacht, dass je größer der Flügel, desto einfacher die Balance ist. Ideal ist ein Zusammenspiel mit einer Konzertharfe und einem Konzertflügel, da beide Instrumente ihren vollen Klang entwickeln und nuanciert spielen können.

Auf was für einen Instrument spielen Sie? Wie erkennt man eine gute Harfe?

Die weltweit ausgereiftesten und qualitativ hochstehendsten Harfen sind Horngacher Harfen aus Starnberg/Deutschland (http://www.horngacher-harps.de). Sie werden vom Enkel des Firmengründers handgefertigt und auf Bestellung gemacht. Eine gute Harfe erkennt man am Volumen und Klang, den Schallwellen und Obertönen, und an der Physik, d.h. der Genauigkeit der Geometrie des Körperaufbaus. Zudem kommt es sehr darauf an wie die Harfe besaitet ist. Ich bevorzuge reine Darm-Saiten. Sie tönen weich, rund und voll.

Bechsteinkonzert

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc