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Im Fokus

Interpreten und Ensembles präsentieren sich

Zürich Ensemble (Kammerensemble)

Zürich Ensemble (Kammerensemble)
Foto: Marco Borggreve

Zurich Ensemble

www.zurichensemble.com

Disko

Zürich Ensemble

Schon bei der ersten musikalischen Begegnung der vier Musiker des Zürich Ensembles im Februar 2012 wurde deutlich, dass die Chemie zwischen den Musikern nicht nur stimmte, sondern eine großartige musikalische Zusammenarbeit versprach. Bei den ersten gemeinsamen Konzerten von Fabio di Càsola (Klarinette), Kamilla Schatz (Violine), Pin-Chin Chien (Violoncello) und Benjamin Engeli (Klavier), zeigte sich das Publikum derart begeistert, dass die Musiker bereits 2013 ihre erste CD einspielten. Sie bot ein ungewöhnliches Programm rund um Rimsky-Korssakoffs berühmte sinfonische Dichtung Scheherazade, in einer Bearbeitung für die Instrumentenkombination des Zürich Ensemble. Damit liess das Zürich Ensemble die Bearbeitung von Orchesterstücken für Kammermusikformationen wieder aufleben und zeigte, dass es selbst in altbekannten Stücken immer wieder neue Aspekte zu entdecken gibt. Vom Farbenreichtum der ursprünglichen Orchestrierung geht in den Interpretationen des Zürich Ensemble nichts verloren; im Gegenteil, die Werke gewinnen durch die unkonventionelle Instrumentenkombination an neuem Leben. Die Fachpresse zeigte sich euphorisch: „terrific performances“ (Fanfare Magazine), „eine einzige Hörfreude“ (Ensemble Magazin), die maximale Bewertung von „Klassik Heute“ in allen Bewertungs-Kategorien und auch vom Gramophone-Magazine ausschliesslich Lob. Dies inspirierte das Zürich Ensemble, die aktuelle CD „Beyond Time“ beim Label ARS Produktion zu veröffentlichen.

Welche Idee war zuerst da? Eine Aufnahme von Messiaens „Quatuor“ in Angriff zu nehmen, oder Originalrepertoire generell; und vor welchem Hintergrund, welchen Beweggründen?

Nachdem wir auf unserer Debut-CD „Scheherazade“ Bearbeitungen in den Fokus gestellt hatten, wollten wir auf unserer Folge-CD einen anderen Schwerpunkt setzen. Originalwerke, die einen Bezug zueinander haben. Der rote Faden zwischen den Stücken ist  die Auseinandersetzung mit dem (Un)-Endlichen sowie den (Un)-Tiefen der menschlichen Existenz.

Wie begegnet man einem Werk wie dem „Quatuor“, was für technische und interpretatorische Herausforderungen stellen sich, v.a. auch angesichts des religiös-philosophischen Sujets?

Wir begegnen diesem Werk mit Ehrfurcht und Liebe. Ein einzigartiges Meisterwerk, welches unter schwierigsten Umständen komponiert wurde. Auf diese Musik muss man sich voll und ganz einlassen, es erfordert auch eine menschliche Reife. Von den instrumentalen  Schwierigkeiten ganz abgesehen.

Wie erklärt sich der programmatische CD-Titel und ging er vom Qutuor aus oder umgekehrt?

Alle drei Werke auf der CD setzen sich mit einem Zeitaspekt auseinander, der gewissermaßen jenseits unseres Zeitempfindens liegt. Vom Ursprung aller Dinge durch archaische Schöpfungsmythen bei Fabian Müllers „Am Anfang…“, über das Herausgeworfen-sein aus der Zeit bei „Exil“ von Volker David Kirchner, bis zum Ende der Zeit, der Erlösung durch das Aufheben von Zeit bei Messiaen.

Wie reihen sich die beiden anderen Werke zum „Quatuor“? Besetzung oder Inhalt, was stand im Vordergrund und wie fiel diese Auswahl?

Wir sind sehr, sehr glücklich darüber, dass wir auf dieser CD zwei Werke vorstellen können, die inhaltlich einen wunderbaren Bogen zum „Quatuor“ spannen und die nötige Tiefe haben, daneben bestehen zu können, aber natürlich auch für unsere ganz spezielle Besetzung geschrieben wurden. Diese wird bei Fabian Müllers „Am Anfang…“ noch durch die wunderbare Stimme von Christiane Boesiger ergänzt.

Was bringt die Zukunft? Eine Rückkehr zum Arrangieren oder weiteres Entdecken von (raren) Originalwerken?

Sowohl als auch! Es gibt so viel gute Musik zu entdecken, zu bearbeiten wie auch zu initiieren. Das Zurich Ensemble hat soeben einen Kompositionsauftrag an den famosen Schweizer Cellisten und Komponisten Thomas Demenga vergeben, er wird ein Werk für uns schreiben, welches vom Schweizer Bildhauer Alberto Giacchometti inspiriert sein wird. Wir sind schon sehr gespannt!

Bechsteinkonzert

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